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SG Werratal: Ohne Vier in der Vorbereitung

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Von: Per Schröter

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Hussein Salman (rechts) Christopher Hayn
Geht künftig zwei Klassen tiefer in die Zweikämpfe: Hussein Salman (hier rechts im Testspiel gegen die SG Reinhardshagen mit Christopher Hayn) spielt nun für Bonaforth. © Per Schröter

Nur noch fünf Wochen, dann soll in der Fußball-Bezirksliga der Ball wieder rollen. Das Team der SG Werratal wird dann mit einem etwas schmalerem Kader in der Abstiegsrunde an den Start gehen.

Hedemünden – Gleich vier Spieler haben sich in der Winterpause abgemeldet und anderen Vereinen angeschlossen: Janek Guthardt wechselt zum hessischen Gruppenligisten SG Reinhardshagen, Hussein Salman und Luca Vinci zum Kreisklassisten Bonaforther SV und Ray-Sean Vogel zieht es zum Kreisligisten SV Moringen. Auf Unverständnis bei der Vereinsführung stößt dabei vor allem der Wechsel von Ray Vogel, der erst im Sommer vom FC Großalmerode an die Werra gewechselt war und für den die SG eine Ablöse zahlen musste. „Nachdem Ray sich bei uns abgemeldet hatte, ohne mit uns darüber zu sprechen, meldete sich der SV Moringen und wollte seine Freigabe haben“, sagt SG-Vorstandsmitglied Harald Schuster. Nachdem die Werrataler diese nicht ohne Weiteres erteilen wollten und selbst eine Ablöse forderten, hätten sich die Moringer nicht mehr gemeldet.

Ein echter Verlust ist der Abgang Vogels allerdings nicht, war er doch nur selten beim Training und wurde deshalb bei Spielen auch nur sporadisch eingewechselt. Ganz ähnlich verhält es sich bei Luca Vinci, der vor zweieinhalb Jahren als Riesentalent von der A-Jugend von Göttingen 05 kam. Janek Guthardt machte unter Ex-Trainer Alexander Winter zwar einen Riesensprung, überwarf sich dann aber mit ihm und der Mannschaft. Und Hussein Salman, der zwar oft gute Leistungen zeigte, aber lange erfolglos um einen Stammplatz kämpfte, sucht nun auch woanders sein Glück.

„Wir haben immer noch 21 Mann im Kader und das sollte auf jeden Fall reichen“, blickt SG-Trainer Kai Armbrust der Abstiegsrunde trotz der Abgänge optimistisch entgegen. Die Mannschaft habe „auf jeden Fall das Potenzial“, diese Aufgabe zu meistern und den Klassenerhalt zu sichern. Um die Jungs rechtzeitig wieder fit zu bekommen, sei man vor zwei Wochen in die Vorbereitung eingestiegen. „Wegen der aktuell hohen Coronazahlen haben wir mit individuellem Lauftraining begonnen, wobei ich die Kilometerzahl vorgegeben und über eine Lauf-App kontrolliert habe, wie viel jeder einzelne tatsächlich gelaufen ist“, sagt Armbrust. Innerhalb 14 Tagen seien so insgesamt 550 Kilometer zusammengekommen. „Ein richtig guter Wert“, so der Coach, der seine Jungs ab dieser Woche wieder unter 2G-Plus-Bedingungen zum Mannschaftstraining um sich versammeln will.

Die Stimmung dürfte dann aber zunächst ziemlich getrübt sein, mussten Mannschaft und Verein doch gerade erst die traurige Nachricht vom plötzlichen und unerwarteten Tod ihres gerade einmal 54-jährigen Förderers Udo Reihert verkraften (die HNA berichtete). Als ehemaliger Vorsitzender des TSV Werra Laubach und Mitbegründer der SG Werratal hatte Reihert vor zehn Jahren zusammen mit Harald Schuster den SG-Förderverein ins Leben gerufen und diesen sechs Jahre als Vorsitzender geleitet. „Udo wird uns allen fehlen“, sagt Harald Schuster. „Mir in erster Linie als Mensch und als richtig guter Freund.“ Auch Kai Armbrust weiß nur Gutes über Reihert zu berichten. „Udo hat uns alle als seine Jungs angesehen – egal ob Stammspieler oder als kleines Glied in der Kette“, sagt er. Wie sehr Udo Reihert der Mannschaft fehlen werde, habe eine privat organisierte Trauerfeier gezeigt, an der am Freitag alle Spieler teilnahmen. „Die meisten von uns sind tieftraurig, auch wenn viele privat gar nichts mit ihm zu tun hatten“, so Armbrust. (Per Schröter)

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