SG Werratal hält beim SC Hainberg lange ein 1:1, dann schlägt Ziegner zu

1:3 – Pech in allerletzter Minute

Stand öfter im Brennpunkt, als ihm lieb sein konnte: Werratals Torhüter Robin Windel. Foto: Brandenstein

Göttingen. Viel fehlte gestern Nachmittag nicht und die beeindruckende Erfolgsserie der SG Werratal hätte auch beim heimlichen Tabellenführer SC Hainberg gehalten. Erst in den letzten Minuten einer hartumkämpften Partie fielen die entscheidenden Treffer zur Werrataler 1:3 (1:0)-Niederlage.

Der heimische Fußball-Bezirksligist sah sich auf den Göttinger Zietenterrassen vor rund 150 Zuschauern einer stark aufspielenden Heimelf gegenüber, die von Beginn an Druck aufbaute. Die Gäste hatten besonders großes Glück, als Hainbergs Kaufmann aus sieben Metern über den Kasten schoss. Nach einer Viertelstunde konnten sich die Werrataler, die zuvor alle vier Partien in diesem Jahr gewonnen hatten, befreien. Jetzt starteten sie selbst Offensivaktionen. Die Mannschaft wirkte von Minute zu Minute selbstbewusster. Auch ohne Frederik Köhler und zunächst auch Marc Glatter schien etwas möglich zu sein. Diese Annahme wurde durch das sehenswerte Führungstor bestätigt: David Labes trat einen Freistoß kurz hinter der Mittellinie in den Strafraum, wo Abdulaziz Mahomood einen ganz feinen Fuß bewies. Er nahm den Ball, seitlich zum Tor stehend, direkt und platzierte ihn flach im langen Eck. Wenig später musste der Stürmer nach einem Pferdekuss aber vom Feld.

Die Halbzeitführung war nicht unverdient. Die SG Werratal hatte mutig dagegen gehalten. Doch nach dem Seitenwechsel wurde der Druck der äußerst ballsicheren Gastgeber immer größer. Sie erspielten sich ein halbes Dutzend Eckbälle, die die Gäste mit Glück und Geschick überstanden. Dann tauchte André Kaufmann an der Strafraumgrenze auf. Sein Schuss zum 1:1 wurde noch leicht abgefälscht. „Schade, dass so etwas passieren muss“, haderte SG-Trainer Mike Hoffmann, „aber prinzipiell muss ich meiner Mannschaft ein Riesenlob aussprechen.“ Hoffmann hatte den direkt von einem beruflichen Termin nach Göttingen gekommenen Marc Glatter noch eingewechselt, allerdings ohne Erfolg. Mehr Glück bewies Hainbergs Dennis Erkner mit dem eingewechselten Rolf-Hendrik Ziegner, der die überlegen geführte zweite Halbzeit mit den späten Toren zum 2:1 und 3:1 krönte. SG Werratal: Windel - Wallner (70. Glatter), Thüne, Dittrich, Schanz - Suslik, Savran, Rudolph, Winter - Mahomood (45.+3 Bisevac), Labes (85. Schmauch) SR: Rühling (Peine) Tore: 0:1 Mahomood (43.), 1:1 Kaufmann (63.), 2:1 Ziegner (90.), 3:1 Ziegner (90.+2)

Von Manuel Brandenstein

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