Fußball-Bezirksliga 4: Bovender SV nach bitterer 0:1-Niederlage abgestiegen

Riesenfreude bei Hainberg

Tränen beim Bovender SV: Spielertrainer Gerbi Kaplan (am Boden) wird von Yannick Schade (links) und Serhat Kaplan getröstet.

Göttingen. Eines vorweg: Dieses entscheidende Abstiegsduell in der Fußball-Bezirksliga 4 zwischen dem SC Hainberg und dem Bovender SV fand auf einem Geläuf statt, auf dem man noch nicht einmal Kühe jagen und weiden lassen möchte. Nicht eine Sekunde hatten die Spieler Zeit, den Ball, der bei jedem Pass versprang, in Ruhe annehmen zu können. Dieser Platz auf den Zietenterrassen war eines Bezirksliga-Duells wahrlich nicht würdig.

Am Ende aber floss bei den Hainbergern nach einem 1:0 (0:0)-Sieg der Sekt, bei den Bovendern dagegen dicke Tränen. Hainberg hatte sich gerettet nach dem zehnten Spiel in Folge ohne Niederlage. Hingegen müssen die Bovender in den sauren Abstiegsapfel beißen. Das Team von SC-Trainer Dennis Erkner hätte sich gar eine Niederlage erlauben können, da im Fernduell der SV Breitenberg 2:3 gegen Gimte verlor, die Eichsfelder sich aber dennoch den Klassenerhalt sichern konnten. Nur bei einem Sieg von Bovenden wäre Breitenberg abgestiegen und Bovenden hätte sich gerettet.

BSV-Trainer fassungslos

Bovendens Spielertrainer Gerbi Kaplan war nach dem Spiel nicht in der Lage, sich zum Spiel zu äußern – zu sehr nagte diese Niederlage an seinem Nervenkostüm. Trost bekam er von Hainbergs Coach Erkner: „Für Gerbi tut es mir unendlich leid, er hat bei Bovenden in den letzten Spielen so viel bewegt, dass er den Klassenerhalt verdient gehabt hätte.“

Gleichwohl anerkannte Erkner die spielerische Überlegenheit der Gäste. Andererseits hatte sein Team aber die glasklareren Torchancen. So klärte Mathis Gleitze in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Andre Kaufmann (26.), hielt Bovendens Keeper Dennis Koch glänzend gegen Niklas Pfitzner (58.), noch einmal gegen Rolf Ziegner (70.) und gegen Steven Hühold reaktionsschnell mit dem Fuß (76.).

Machtlos war Koch dann aber, als Pfitzner einen langen Einwurf von Hainbergs Kapitän Daniel von Werder, den Bovendens Marjan Petkovic unterlief, aufnahm und aus spitzem Winkel das goldene Tor vor rund 400 Zuschauern(!) sechs Minuten vor dem Schlusspfiff erzielte. Überhaupt beschworen fast ausschließlich die langen Einwürfe des SC-Kapitäns Gefahr vor dem gegnerischen Tor herauf.

Bovender Offensive harmlos

Die Tormöglichkeiten des BSV hingegen waren nicht zwingend genug. Zwar war es auf diesem „Acker“ ein probates Mittel, das Leder aus der Abwehr heraus lang nach vorn zu schlagen, da ein Kombinationsspiel nicht möglich war. Aber auch diese Bälle fanden selten einen Abnehmer in der Bovender Offensive. Und auch die Standards der Gäste verpufften meist und prallten zu häufig an der aufmerksamen Hainberger Defensive ab. - Tor: 1:0 Pfitzner (84.). (gsd)

Von Walter Gleitze

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