Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga: SG Werratal verschläft Anfangsphase komplett

Schlimme zwölf Minuten für die Fußballer der SG Werratal

Hendrik Suslik (rechts), der hier mit einem Schuss an SCW-Keeper Stefan Schwörer scheitert, zählte noch zu den auffälligsten Werrataler Akteuren. Foto: Schröter

Göttingen. 15 Mal in Folge hatten sie nicht verloren, waren als einziges Bezirksliga-Team noch ungeschlagen. Jetzt hat es die Fußballer der SG Werratal ausgerechnet im Spitzenspiel erwischt.

2:4 (0:3) unterlag das Team von Trainer Thomas Hellmich beim SCW Göttingen. Und das sogar völlig zu Recht.

Schon die Vorzeichen für diese mit Spannung erwartete Partie waren aus Werrataler Sicht alles andere als optimal gewesen. Nachdem mit Mustafa Senel, Aydin Demircan und Michel Wiktorczyk schon seit Längerem drei Offensivkräfte fehlen, verletzte sich auch noch Top-Torjäger Ruslan Wagner am Freitag im Abschlusstraining so schwer an der Leiste, dass er für mindestens sechs Wochen ausfallen dürfte. Damit blieb Hellmich mit Marc Glatter nur noch ein nomineller Stürmer übrig.

Diese schwierige Ausgangssituation schien die Mannschaft derart zu hemmen, dass sie in den ersten 20 Minuten gar nicht richtig auf dem Platz war. Ganz anders der Gegner: Nachdem die Weender eine Woche zuvor beim 2:2 in Bovenden völlig unerwartet einen Punkt liegengelassen hatten und sie im Falle einer Niederlage im Titelrennen empfindlich ins Hintertreffen geraten wären, gingen sie hoch motiviert zu Werke und überrannten die wehrlos scheinenden Werrataler förmlich. Julian Kratzert (1.), Mike Strauss (8.) und Maikel König (12.) nutzten dabei Unsicherheiten in der gegnerischen Abwehr gnadenlos aus und sorgten mit ihren Treffern dafür, dass die Partie eigentlich nach einer Viertelstunde schon gelaufen war.

Erst als die Weender einen Gang zurückschalteten und Hellmich gleichzeitig Mittelfeldspieler Markus Wilkens nach hinten beorderte sowie den in der Innenverteidigung überforderten Mirko Wasmuth vorrücken ließ, wurde die Begegnung etwas offener. Zwar hatten die Platzherren nach wie vor mehr Spielanteile, doch tauchten die Werrataler nun immerhin hin und wieder vor dem SCW-Gehäuse auf. Schüsse von Glatter (24.) und Schuster (26.) verfehlten aber ihr Ziel.

Zu Beginn der zweiten Hälfte brachten die eingewechselten Bahattin Savran (kam für Boris Schuster, der nach langer Verletzung ein gelungenes Comeback feierte) und Gerrit Daebel (für Dominik Rudolph) Schwung ins Werrataler Offensivspiel. Um die SG aber tatsächlich noch zumindest von einer Punkteteilung träumen zu lassen, bedurfte es eines fragwürdigen Strafstoßes, den Yannick Stapel allerdings sicher verwandelte (65.). Als der eingewechselte Tom Hampel mitten in die Werrataler Angriffsbemühungen per 20m-Flachschuss das 4:2 erzielte (74.), schien alles gelaufen. Doch nur eine Minute später erweckte Martin Fuhrmann nach einem präzise getretenen Freistoß des eingewechselten Cesur Yazici mit seinem wuchtigen Kopfball-Treffer die SG-Träume aufs Neue. Träume, die dann mit dem Schlusspfiff aber endgültig zerplatzten.

SG Werratal: Rippe – Rudolph (46. Daebel), Fuhrmann, Wasmuth, Tohme (70. Yazici) – Suslik, Köhler, Wilkens, Stapel – Schuster (46. Savran) – Glatter. Tore: 1:0 Kratzert (1.), 2:0 Strauss (8.), 3:0 König (12.), 3:1 Stapel (65./FE), 4:1 Hampel (74.), 4:2 Fuhrmann (75.).

Von Per Schröter

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