Fußball-Bezirksliga 4

Spartas Murati traf schon 18 Mal

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Bester Göttinger Torschütze in der Bezirksliga: Spartas Rinor Murati (am Ball), hier allerdings gebremst von Nörtens Julian Keseling (links), erzielte bisher 18 Tore in dieser Saison. Rechts Nörtens Silvan Steinhoff. 

Das Entgegenkommen der UEFA, die EM um ein Jahr zu verschieben, lässt ein Zu-Ende-Spielen der laufenden Punktspielrunden wahrscheinlicher werden. Ehe die Spiele wieder aufgenommen werden, ist Zeit, die bisherige Saison zu beleuchten.

Das Entgegenkommen der UEFA, die EM um ein Jahr zu verschieben, lässt ein Zu-Ende-Spielen der laufenden Punktspielrunden wahrscheinlicher werden. Ehe die Spiele wieder aufgenommen werden, ist Zeit, die bisherige Saison zu beleuchten. Wir stellen die fünf Göttinger Mannschaften in der Fußball-Bezirksliga 4 (Bovender SV, SCW Göttingen, Sparta Göttingen, FC Grone und SG Lenglern) unter drei Gesichtspunkten auf den Prüfstand: 1.: Torjäger, 2.: Heim- und Auswärtsbilanz und 3.: Fairnesstabelle, wobei hier – aufgrund der unterschiedlich viel ausgetragenen Spiele – der Quotient aus Minuspunkten für gelbe, gelbrote und rote Karten geteilt durch die Spielanzahl über die Platzierung entscheidet.

SCW Göttingen

Dank des Kunstrasenplatzes am Weender Freibad hat der Landesliga-Absteiger mit 19 Partien die meisten Spiele ausgetragen. Und die Bilanz fällt angesichts des Kaderwechsels erfreulich aus: Fairster Göttinger Vertreter (33 Gelbe Karten, drei Gelbrote, eine Rote ergaben einen Fairness-Quotienten von 2,47), bester Göttinger Club in der Bezirksliga und mit 2,4 Toren im Schnitt auch ausreichend offensivstark. Bei den Torjägern nimmt Tristan Starke mit zwölf Toren den geteilten fünften Platz ein. Sorgen machen allerdings die 51 Gegentore. Nur die „Schlusslichter“ FC Gleichen, SV Rothenberg und Dostluk Osterode sowie die SG Werratal (54) kassierten mehr Gegentore! Der SCW ist daheim (4./18 Punkten aus zehn Spielen) ähnlich erfolgreich wie auswärts (4./13 aus neun).

Sparta Göttingen

Wie schon in den letzten Jahren blieben die Spartaner bisher unter ihren Möglichkeiten. Das eigentlich nicht schlechte Zwischen-Resultat (Platz sechs mit 28 Punkten aus 18 Spielen) entspricht nicht dem eigentlichen Leistungsvermögen. Spartas Hauptproblem: Die Greitweg-Elf, die mit nur 23 Gegentoren über die solideste Abwehr im Göttinger Quintett verfügt, macht – trotz des besten „Göttinger“ Torschützen (Rinor Murati mit 18 Toren aus ebenso vielen Spielen) – zu wenig aus ihren Chancen. Und das vor allem vor dem eigenen Anhang: Aus neun Heimspielen gab es elf Zähler (Platz 10), auswärts (17 aus neun) war bisher nur Nörten erfolgreicher (24 aus neun). 41 Gelbe Karten und eine Rote ergaben bei einem Quotienten von 2,55 den achten Platz in der Fairness-Tabelle.

Bovender SV

Der BSV liegt mit dem achten Platz etwas unterhalb der eigenen Erwartungen. Am Angriff kann es kaum liegen, denn der lieferte mit 45 Toren in 17 Spielen (2,7 Tore je Spiel) die drittbeste Bilanz aller 16 Bezirksligisten ab, wobei dem BSV zwar ein echter Goalgetter zu fehlen scheint – erfolgreichster Schütze ist mit zehn Toren Dennis Falinski auf Platz acht der Torjäger-Rangliste –, er das aber durch die Menge an treffsicheren Spielern offenbar ersetzen kann. Daheim (Achter der Heimtabelle mit zwölf Punkten aus sieben Spielen) sind die Schwarz-Gelben deutlich erfolgreicher als auswärts (6./zwölf aus zehn). In der Fairness-Tabelle schneiden sie allerdings wenig erfreulich ab: 39 Gelbe und je zwei Gelbrote und Rote Karten sorgen für einen Quotienten von 3,23: Platz 14 in der Fairnesstabelle.

FC Grone

Im ersten Jahr nach Jozo Brinkwerth – und im ersten Jahr ohne Maurice Taubert –haben die Groner ein Problem: Die bisher 15 Punkte aus 17 Begegnungen sind zu wenig, um entspannt durchatmen zu können. Bei einem Spiel mehr trennen sie nur zwei Punkte vom ersten Abstiegsplatz! Und die Zahlen lassen nicht eben hoffen: Bester Torschütze ist – auf Platz 24 der Rangliste – Oliver Waas mit sechs Toren. Nur drei Mannschaften trafen seltener als die Elf vom Rehbach, die zudem weder daheim (11. mit elf Punkten aus zehn Spielen) noch auswärts (Vorletzter; vier aus sieben) wirklich überzeugen konnte. Zweites großes Problem sind die Undiszipliniertheiten: 38 Gelbe Karten, drei Ampelkarten und vier glatt Rote summieren sich zu einem Quotienten von 3,94 - Platz 16 der Fairnesstabelle!

SG Lenglern

Ebenfalls in Abstiegsgefahr schwebt die mit dem FC Grone punktgleiche SG Lenglern, die allerdings bislang ein Spiel weniger austrug als die Grün-Weißen. Im Nacken hat sie den FC Gleichen (zwei Punkte weniger bei gleicher Spielanzahl) und den SV Rothenberg (fünf Punkte und ein Spiel weniger). Wo die SGL der Schuh drückt, ist schnell ausgemacht: Nur 22 Mal – also weniger als jedes andere Team – traf sie in 16 Spielen, wobei Özkan Beyazit mit zwölf Treffern (Platz fünf) auch noch für mehr als die Hälfte der Tore sorgte. Daheim holte man zehn Punkte aus acht Spielen (Platz 13), auswärts als 14. sogar nur fünf aus acht Begegnungen. Wenigstens in einem Punkt liefert die SGL gute Werte: 35 Gelbe und eine Rote Karte (Quotient: 2,5) sorgen für Platz sieben im Fairness-Ranking.  zdz

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