Schlusslicht SG Werratal besiegt Topfavorit Sparta Göttingen mit 2:1

Sehenswerte Aktion: Dominik Wallner (links) zieht gegen Spartas Jeremia Rudzki ab. Foto: Schröter

Hedemünden. Für eine Riesenüberraschung sorgten gestern die Bezirksliga-Fußballer der SG Werratal.

Nachdem das Team von Trainer Mike Hoffmann in dieser Saison bislang erst einen Sieg erringen konnte, zwang das bisherige Schlusslicht Tabellenführer Sparta Göttingen mit 2:1 (1:1) in die Knie und verbesserte sich in der Tabelle um zwei Plätze auf Rang 14.

Hoffmann hatte tief in die Trickkiste gegriffen und sein Team mit einem Libero (André Thüne), vier Abwehrspielern, einem Dreier-Mittelfeld und zwei Angreifern ein völlig neues System (1-4-3-2) spielen lassen. Weil jeder Werrataler von Beginn an bereit war, die ganz weiten Wege zu gehen und grobe individuelle Fehler diesmal Mangelware blieben, war es sofort ein Spiel auf Augenhöhe.

Dominik Wallner hatte die erste Großchance, doch sein Schuss aus zehn Metern strich knapp am rechten Pfosten vorbei (8.). Den ersten Treffer markierten dann aber die Gäste, als Kai Dittrich im eigenen Strafraum ein unnötiges Foul an Finn Daube unterlief und sich Erson Saciri die Chance vom Elfmeterpunkt nicht nehmen ließ (24.).

In der Folgezeit hatten die Werrataler dann etwas Glück, dass die Spartaner viel zu sorglos mit ihren Chancen umgingen. Als dann aber Hendrik Suslik von Andreas Schertowski ebenfalls im Strafraum zu Fall gebracht wurde, der Schiri erneut auf Elfmeter entschied, Abwehrchef Thüne die Verantwortung übernahm und genau wie Saciri zuvor sicher verwandelte (41.), war alles wieder auf null gestellt. Als Fabian Winter dann auch noch fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff mit einem platzierten 16m-Schuss ins lange Ecke den Werrataler Führungstreffer erzielte und Spartas Tobias Schütte sich nach einem Allerweltsfoul des bärenstarken Timo Bülte zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ und er dafür zu Recht die Rote Karte sah, nahm die Überraschung konkrete Form an. Zwar versuchte der Spitzenreiter trotz Unterzahl alles und hatte auch noch die eine oder andere gute Chance (unter anderem ein Kopfball, der aus zwei Metern an der Latte landete), doch am Ergebnis änderte sich nichts mehr. Am Ende ein Werrataler Sieg, der vielleicht etwas glücklich, keinesfalls aber unverdient war.

SG Werratal: Beuermann – Thüne – Waldeck, Rudolph, Dittrich, Bülte – Köhler, Glatter, Winter (87. Minde) – Wallner (84. Berthold), Suslik. Tore: 0:1 Saciri (24./FE), 1:1 Thüne (41./FE), 2:1 Winter (50.).

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