Tuspo Weser Gimte: Schon zwölf Punkte Rückstand / Topwert in der Defensive, aber vorne fehlt es

Tabellenspitze in weite Ferne gerückt

Matthias Weise

Gimte. Der sechste Tabellenplatz nach der Hinrunde sieht an sich gar nicht schlecht aus. Doch beim Tuspo Weser Gimte sind die Ansprüche gestiegen. Zwölf Punkte Rückstand auf Tabellenführer SCW Göttingen sind trotz schwieriger Bedingungen zu viel.

Das sagt auch Eigengewächs Dominik Franke, der in den letzten Spielen für den verhinderten Dennis Behrens die Kapitänsbinde trug: „Die Unzufriedenheit ist natürlich groß. Es kommt einfach für uns zu wenig rum. Ich denke, vieles ist bei uns Kopfsache.“

Ähnlich sieht es auch Matthias Weise. Nachdem im Sommer trotz des Landesliga-Abstiegs die Mannschaft zusammengehalten werden konnte, hatte er sich erhofft, trotz zahlreicher verletzter Spieler den Kontakt zur Spitze halten zu können. Doch besonders die letzten beiden Hinserienspiele machten das zunichte. Niederlage gegen die viel schwächer besetzten Bremker (1:4) und zu Hause gegen Südharz (1:2) waren Tiefschläge. „Die Jungs haben wohl gedacht, dass das fast von allein gehen wird. Jetzt stellt sich aber heraus, dass es für viele Spieler schwierig ist, wieder in der Bezirksliga voll konzentriert zur Sache zu gehen“, sagt Matthias Weise.

Mit seiner Defensivabteilung konnte er sehr zufrieden sein. Nur 17 Gegentore in 16 Spielen sind ein Topwert. Und das, obwohl der Tuspo fast jede Woche die Startformation ändern müsste. Im Angriff hapert es aber mit 27 erzielten Toren gewaltig. Ganze zweimal schaffte es die Mannschaft, mehr als zwei Treffer zu erzielen (4:0 zu Hause gegen Bremke und 3:0 gegen Bovenden). Zum Vergleich: Nachbar SG Werratal erzielte sechsmal drei Treffer oder mehr.

Zu Saisonbeginn durfte der Tuspo noch hoffen, dass er vorne dabei sein würde. Bis Ende September verließ man den Platz in sieben Partien nur einmal als Verlierer. Im Oktober ging es ähnlich weiter. Allerdings bedeuteten drei Unentschieden in vier Begegnungen schon etwas Sand im getriebe. Obwohl es noch schlimmer hätte kommen können. Besonders der 1:1-Ausgleich in letzter Sekund beim Derby in Hedemünden war glücklich. Im November und Anfang Dezember verlor der Tuspo den Kontakt nach oben. Der eingespieltere Spitzenreiter aus Weende demonstrierte am Rattwerder seine Überlegenheit und siegte 3:1. Die abschließenden beiden Pleiten ließen die Stimmung in den Keller rauschen. Was bei anderen Klubs gefeiert würde, nämlich Platz sechs, ist für die aktuellen Ansprüche der meisten Tuspo-Spieler zu wenig. Deshalb gibt sich Dominik Franke auch kämpferisch: Ich bin optimistisch, dass in der Rückserie alle bei uns nochmal richtig Gas geben. Vielleicht gelingt uns ja eine positive Serie.“

Matthias Weise will die Saison ebenfalls noch nicht gedanklich abhaken. Er meint: „Ich bin auch als Spieler immer ein Kämpfertyp gewesen. Deshalb werden wir jetzt nicht sagen, dass nach oben nichts mehr möglich ist.“ Schließlich seien er und die Spieler nicht zuletzt den Anhängern verpflichtet. „Wir schulden den Zuschauern und Sponsoren einiges. Wir haben die Pflicht, uns besser als zuletzt zu verkaufen!“ Foto: mbr

Von Manuel Brandenstein

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