Tuspo Gimte klettert auf Platz zwei

Kopfballduell im Mittelfeld: Gimtes Niklas Rönnfeldt (rechts) und der Spartaner Ilja Gassmann. 2 Fotos: Schröter

Hann. Münden. Nach drei Unentschieden in Folge durften sich die Bezirksliga-Fußballer des TuSpo Weser Gimte am Sonntag endlich mal wieder über drei Punkte freuen.

Durch den 3:0 (1:0)-Heimerfolg über Sparta Göttingen kletterte das Team von Trainer Matthias Weise in der Tabelle auf Platz zwei. Und weil Spitzenreiter Nörten-Hardenberg völlig überraschend zuhause eine 0:2-Pleite gegen Bilshausen hinnehmen musste, schmolz der Vorsprung auf zwei Punkte zusammen.

Alles zusammengenommen hätte der Spieltag also kaum besser laufen können für die Gimter, wäre da nicht die Art und Weise, wie der eigentlich so klar anmutende Sieg zustande kam. Zwar wollten die Gastgeber die zuletzt durchwachsenen Vorstellungen augenscheinlich vergessen machen und legten los wie die Feuerwehr. Weil aber der letzte Pass in die Spitze einfach nicht kam, wuchs schon nach kurzer Zeit die Unzufriedenheit. Und weil auch die Spartaner in dieser Phase überhaupt nicht auf die Reihe brachten, verflachte das Spiel von Minute zu Minute immer mehr.

Verantwortlich dafür, dass die Platzherren nach 45 Minuten dennoch mit einer Führung in die Kabine gingen, war einer der wenigen sehenswerten Spielzüge. Hendrik Scharfen flankte den Ball über Sparta-Keeper Theune hinweg genau in den Lauf von Linksaußen David Sumera, der nur noch den Kopf hinzuhalten brauchte (25.).

Anstatt nach dem Seitenwechsel jedoch mit breiter Brust aufzutreten und auf das zweite Tor zu drängen, wurde das Gimter Spiel immer kopfloser. „Ich glaube, dass die Jungs nach den Ereignissen der vergangenen Wochen nur noch im Sinn hatten, was passiert, wenn Sparta jetzt ein Tor schießt“, vermutete Matthias Weise. Weil Sparta gleichzeitig seine Taktik änderte und plötzlich mit zwei Stoßstürmern agierte, geriet die bis dahin so gut stehende Gimter Hintermannschaft ein ums andere Mal ins Schwimmen. Gleich fünf dicke Chancen erspielten sich die Gäste, brachten das Leder aber nur ein einziges Mal auf das Tor. Und da stand Maximilian Zunker dann goldrichtig (72.).

Für die Gimter Erlösung sorgte ausgerechnet Routinier Andreas Kilian, der für den verletzten Innenverteidiger Bernd Abeln in die Startelf gerutscht war. Nach feiner Vorarbeit von Ervin Glogic und präziser Hereingabe des kurz zuvor eingewechselten Niklas Rönnfeldt war Kilian zur Stelle und schob das Leder aus elf Metern in die Maschen (80.). Und in der Nachspielzeit war es dann der ebenfalls eingewechselte Leon Fromm, der nach Vorlage von Scharfen den Schlusspunkt setzte.

„Das war ein hart erkämpfter Sieg“, konstatierte Matthias Weise nach dem Schlusspfiff. Ob es auch einer für das Selbstvertrauen war, werde sich nächsten Sonntag beim SC Hainberg zeigen.

TuSpo Weser Gimte: Zunker - Wedel, Kilian, Schreer, Osmanko - Bock (70. Rönnfeldt), Franke, Glogic, Sumera (84. Fromm) - Armbrust (90. +1 Cetinöz), Scharfen. Tore: 1:0 Sumera (25.), 2:0 Kilian (80.), 3:0 Fromm (90. +6).

Von Per Schröter

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