Tuspo Gimte patzt erneut: 1:2 gegen abstiegsbedrohte Südharzer 

Aufmerksame Gästeabwehr: Walkenrieds Torhüter Pascal Levin hatte gar nicht so viele knifflige Situationen zu entschärfen. Hier faustet er gegen den hochspringenden Christian Wedel. Auch Libero Lars Thiele (vorne) war immer im Bilde. Rechts lauert Kai Armbrust.

Hann. Münden. Nach dem 1:4 in Bremke unterlag der Tuspo Gimte schon wieder einer abstiegsbedrohten Mannschaft: Gegen den SV Südharz hieß es 1:2 (1:0).

Zu einem Platz in der Spitzengruppe der Fußball-Bezirksliga scheint es für den Tuspo Weser Gimte in dieser Saison nicht zu reichen. Das mussten gestern die Zuschauer beim Heimspiel gegen Kellerkind SV Südharz frustriert zur Kenntnis nehmen. Trotz einer 1:0-Pausenführung standen die Gimter letztlich durch zwei Gegentreffer von Torjäger Kevin Ball mit leeren Händen da. Nach dem 1:2 beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Weende schon neun Punkte und das sogar trotz eines mehr ausgetragenen Spiels.

Gimtes Trainer Matthias Weise ging nach der dritten Niederlage aus den letzten vier Partien wortlos mit gesenktem Blick vom Platz. Selbst für die sonst übliche kurze Ansprache auf dem Rasen hatte er keinen Sinn mehr. Co-Trainer Dzevad Gracic verstand ebenfalls die Welt nicht mehr: „Wenn man nur eine Halbzeit Fußball spielt, reicht es eben nicht. Da war kein Spielfluss und kein System mehr drin. Zudem haben die Jungs einfach die Köpfe hängen lassen. So brauchen wir überhaupt nicht davon zu reden, oben mitspielen zu wollen.“ Kai Armbust hatte die Hoffnung genährt, dass sich der Tuspo für die 1:4-Pleite gegen Bremke in der Vorwoche rehabilitieren würde. Bereits nach acht Minuten hob er per Direktabnahme aus 14 Metern den Ball gefühlvoll ins Südharzer Tor. Alles schien nach Plan zu laufen. Der Tuspo hatte sich viel vorgenommen und versuchte, die massive Deckung der Gäste auf spielerischem Wege auszuhebeln. Der Ball lief recht ansehnlich durch die Gimter Reihen, Julian Köhler und erneut Kai Armbrust hatten bei ihren Großchancen aber Pech. Genauso wie auf der anderen Seite Sören Roloff, der nur die Querlatte traf.

Mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte suchte Gimte seinen roten Faden auf dem ausgezeichnet zu bespielenden Rattwerder vergebens. Stattdessen sahen die Zuschauer ein wahres Fehlpassfestival im Mittelfeld und viele verlorene Zweikämpfe. Die gegen den Abstieg kämpfenden Südharzer erhielten immer mehr Aufwind. Und ausgerechnet Toptorjäger Kevin Ball, der über eine Stunde lang völlig abgetaucht war, sorgte für die endgültige Wende: Zunächst stand er beim 1:1 am Gimter Fünfmeterraum völlig allein und schob den Ball an Zunker vorbei. Kurios dann die Harzer Führung fünf Minuten vor dem Ende: Im Gimter Strafraum waren vier Tuspo-Spieler nicht in der Lage, Kevin Ball aufzuhalten. Aus spitzem Winkel traf er im Nachschuss - ungläubiges Staunen auf der Tribüne. Dass sich danach auch noch Max Zunker am Knie verletzte und raus musste, passte zu diesem tristen Novembertag.

Tuspo Gimte: Zunker (90. Hartje) - Henrich, Sopko, Köhler - Wedel, Franke, Scharfen (80. Beuermann), Willert - Griesam, Pietri - Armbrust. SR: Langhans (Göttingen) - Hartwig/Radisch Tore: 1:0 Armbrust (8.), 1:1 Ball (67.), 1:2 Ball (85.)

Von Manuel Brandenstein

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