Fußball-Bezirksliga: Gimte nach Fehlstart am Tabellenende/ 1:4-Heimniederlage gegen Petershütte

Tuspo hechelt erst mal hinterher

Harte Bandagen: Niklas Schmitz (links) bekommt den Arm von Özen ins Gesicht. Foto: Brandenstein

Gimte. Nach dem 1:4 in Göttingen ging für Fußball-Bezirksligist Tuspo Weser Gimte auch der Heimauftakt der neuen Saison gründlich daneben. Beim 1:4 gegen den Tuspo Petershütte traf die Mannschaft von Matthias Weise zwar erneut auf einen Mitfavoriten auf die Meisterschaft, dennoch war bedenklich, dass die Gastgeber am Rattwerder nie an ihre Normalform herankamen.

In dieser Verfassung wäre es vermutlich auch gegen schwächere Gegner schwer geworden. Und auch die Gründe für die Pleite auf den Schiedsrichter abzuladen, der den Tuspo früh dezimiert hatte (Rot gegen Glogic; 24.), führt nicht weiter. Schließlich tauchte Petershütte neben seinen vier Treffern noch ganze achtmal relativ frei vor Torhüter Max Zunker auf, dem es allein zu verdanken war, dass es für den letztjährigen Tabellenvierten kein Debakel gab.

Von der in der vergangen Saison so gerühmten Betondefensive der Gimter ist derzeit nichts zu sehen. Acht Gegentore nach nur zwei Saisonspielen – so viele hatte der Tuspo in der abgelaufenen Serie erst nach zwölf Partien hinnehmen müssen. „Es ist keine Systemfrage“, meinte Matthias Weise am Sonntagnachmittag, „Es ist einfach eine Einstellungssache. Zudem sind die Laufwege falsch und jeder Spieler muss einfach sehen, dass es nicht von alleine so weiter geht.“ Insgesamt verlor Gimte zudem den Großteil der Zweikämpfe, die bekanntlich die Grundlage jedes erfolgreichen Spiels darstellen.

Schwacher Spielaufbau

Die drei Gimter Offensivspieler (im Zentrum Zugang Kevin Camara für den angeschlagenen Kai Armbrust) erhielten kaum einmal einen verwertbaren Ball, bewegten sich aber laut Weise auch zu wenig. Ganz schwach war der Tuspo im Spielaufbau. Selbst Ervin Glogic bildete diesmal keine Ausnahme. Vor dem 0:1 verlor er den Ball nicht weit vom eigenen 16er an Jung und konnte anschließend gegen Daniel Schmidt gerade noch den Schuss blocken. Zur Überraschung aller entschied der Schiedsrichter aber auf Foulspiel und zeigte auf den Elfmeterpunkt; Für noch mehr Staunen sorgte die umgehend hinterher geschobene Rote Karte. Glogic soll gemeckert haben. Schmidt verwandelte den Elfer selbst und für den Tuspo begann ein unsäglicher Nachmittag. Letztlich keine einzige herausgespielte Großchance; lediglich ein Petershütter Handspiel im Strafraum (Despotovic hatte einen Verteidiger angeschossen) konnte verwertet werden.

Der Tuspo hat also noch viel Arbeit vor sich. Und am kommenden Sonntag bei Tabellenführer Sparta Göttingen dürfte es sicherlich nicht leichter werden. Tuspo Gimte: Zunker - Schmitz, Andrecht (70. Wedel), Abeln - Bock, Glogic, Franke, Osmanko - Fromm, Camara (46. Despotovic), Behrens SR: Rupp (Kreiensen) Tore: 0:1 D. Schmidt (25./FE), 0:2 Özen (56.), 0:3 Jung (67.), 1:3 Franke (74./HE), 1:4 Merten (88.) Rote Karte: Glogic (24.)

Von Manuel Brandenstein

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