Das vermeintliche Topspiel entpuppte sich als einseitige Sache – Gimte verliert 1:4

Tuspo selten so unterlegen

Zweikampf mit dem besten Mann auf dem Platz: Gimtes Mittelfeldspieler Dennis Behrens (links) gegen den starken Grzegorz Podolczak. Foto: Brandenstein

Hann. Münden. Das Topspiel war keins. Dass mussten die Besucher auf dem Mündner Rattwerder am gestrigen Nachmittag feststellen. Fußball-Bezirksligist Tuspo Weser Gimte war gegen GW Hagenberg beim 1:4 (0:4) chancenlos. Selbst für den Ehrentreffer musste ein Gästespieler sorgen.

Damit endete für Gimte, das auf die gesperrten Pietri und Armbrust verzichten musste, auch die stolze Serie von fünf Siegen in Folge und Trainer Matthias Weise meinte: „Wir sind heute auf einen Gegner getroffen, der richtig wollte. Wir haben Hagenberg fiel zu viel Raum gelassen.“ Das stimmte. Und man kann sogar sagen, dass Hagenberg gestern im spielerischen Bereich eine ganze Klasse besser war. Besonders nach dem Seitenwechsel erfreute sich der auch sehr laufstarke Tabellenzweite über viel Zeit und Raum und zog ein gefälliges Kombinationsspiel auf.

In der ersten Halbzeit hatten sich die Gäste aufgrund der größeren Gegenwehr noch aufs Kontern beschränken müssen. Allerdings zeigte sich dabei das Team von Trainer Oliver Gräbel brutal effektiv. Ehe sich die Gimter versahen, stand es nach 20 Minuten schon 0:2. Zunächst war Yannik Nüsse gegen Grzegorz Podolczak an der Strafraumkante zu energisch zur Sache gegangen, und Ex-Oberliga-Torjäger Robert Crespo verwandelte den fälligen Strafstoß. Beim Hagenberger 2:0 schloss Podolczak ein Zuspiel von Crespo mit einem satten Schuss ins kurze Eck ab. Doch damit noch lange nicht genug. Jetzt waren die Gäste auf den Geschmack gekommen, während der Tuspo die Mehrzahl der Zweikämpfe verlor und keinen gefährlichen Schuss anbringen konnte.

Kurios das 0:3, als Schreer und Nüsse Hagenbergs Gerliz zwar am Kopfball hinderten, Podolczaks Flanke aber trotzdem irgendwie durch Gerliz in die Maschen befördert wurde. Crespos 4:0 war da schon nicht mehr wichtig.

Denn auch in der zweiten Hälfte wurde schnell klar, dass Gimte keine Aufholjagd starten könnte. Besonders im zentralen Mittelfeld fielen Franke und Glogic diesmal als Impulsgeber aus. Am auffälligsten war noch Dennis Behrens. Dessen Flanke kurz vor Schluss beförderte der in der Abwehr ansonsten stark spielende Baciulis unglücklich ins eigene Tor. Das 1:4 war allerdings ein schwacher Trost.

Tuspo Gimte: Zunker – Wedel (85. Kujawski), Kilian, Schreer, Nüsse (70. Remmert) – Bock, Franke, Glogic, Behrens – Quentin (75. Hayn), Scharfen. SR: Gastrock (Göttingen); Knittle, Wessel. Tore: 0:1 Crespo (16./FE), 0:2 Podolczak (20.), 0:3 Gerliz (33.), 0:4 Crespo (38.), 1:4 Baciulis (83./Eigentor).

Von Manuel Brandenstein

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