Tuspo Gimte fiel es schwer, das Spiel zu machen – Tabellendritter nach einer nicht ganz runden Saison

Zu viele Punktverluste am Rattwerder

Daumen hoch: Das war bei Andreas Spöhr nach dem Altkreisderby berechtigt. Später mussten er und Matthias Weise mehr Niederlagen als Siege registrieren. Foto: Schröter

Gimte. Die abgelaufene Saison eindeutig zu bewerten, fällt Matthias Weise, Trainer des Tuspo Weser Gimte, schwer. Zwar ist der dritte Platz im Jahr nach dem Abstieg aller Ehren wert. Doch weil eben das eine Jahr Landesliga vorausging, waren die Ansprüche auch in Gimte gestiegen. Weise meint: „Es war nicht so, dass meine Mannschaft in den Köpfen völlig klar und komplett bereit für die Bezirksliga war. Die erneute Anpassung an die Spielklasse fiel nicht leicht.“ Letztlich wurden 20 Punkte weniger eingefahren als in der Aufstiegssaison vor zwei Jahren.

„Mannschaft war im Kopf für die Bezirksliga nicht komplett bereit“

Matthias Weise

Das wurde schon zu Saisonbeginn deutlich, als dem Team nur ein Sieg aus den ersten drei Begegnungen gelang. Besonders im spielerischen Bereich hatte man sich von der gegenüber der Landesliga fast unveränderten Mannschaft einiges mehr erhofft. Im Frühherbst schien sich der Tuspo doch gefangen zu haben. Zwischen dem 10. September und 2. November blieb das Team von Matthias Weise und Andreas Spöhr zehnmal unbesiegt. Im nun folgenden Heimspiel gegen den SC Weende hätte der ganz große Wurf gelingen können. Allerdings zeigte Weende den Gastgebern die Grenzen auf und gewann in Münden 3:1. Wenig später folgte die erste wirkliche Enttäuschung der Saison, die 1:2-Niederlage gegen den späteren Absteiger aus Walkenried.

„Wir hatten in der Hinrunde nie den kompletten Kader zur Verfügung, deshalb kann man als Maßstab, was die Mannschaft wirklich hätte leisten können, nur die Rückrunde bis zum Derby Anfang Mai anlegen“, meint Matthias Weise. In dieser Phase lief es fast schon sensationell gut: Sieben Siege und ein Remis hintereinander. Dabei schwang sich der Tuspo zur Torfabrik der Bezirksliga auf (24:5 Treffer). In diese Phase fiel auch der höchste Saisonsieg (6:1 bei Sparta Göttingen). Doch nach dem vor 800 Zuschauern überschwänglich bis sechs Uhr morgens gefeierten Derbysieg ging es steil bergab. Der Doppelspieltag gegen Lenglern endete mit einem 1:1 und einem 3:4. „Wenn wir diese Spiele gewinnen, bleiben wir bis zum Ende oben dabei“, prognostiziert Weise noch im Nachhinein.

Letztlich dürfte die Gimter Heimschwäche im Vergleich zum SCW Göttingen (34 Punkte auf eigenem Platz) und der SG Werratal (33 Heimpunkte) ausschlaggebend gewesen sein, dass es nicht noch weiter nach oben ging. Der Tuspo konnte von 15 Partien auf dem Rattwerder gerade einmal sieben gewinnen. Dem gegenüber standen fünf Unentschieden und drei Niederlagen). Der Mannschaft fehlte zudem im Vergleich zu den beiden anderen Mannschaften des Spitzentrios ein echter Torjäger, auch wenn die Ausgeglichenheit beim Toreschießen erfreulich war.

Jetzt kann das Team erst mal durchschnaufen. Am kommenden Wochenende geht es für die Spieler zur Abschlussfahrt nach Mallorca. Für die kommende Saison muss Matthias Weise nicht bange sein: „Wir halten die Mannschaft zusammen, aber ich rechne mit einer noch ausgeglicheneren Liga.“

Von Manuel Brandenstein

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