Fußball-Bezirksliga: Gimte führt trotz des 1:3 mit dem SCH ein Duell auf Augenhöhe

Weise stolz auf seine Elf

Hier ist zwar der Hainberger Leif Steinkühler am Boden, doch am Ende hatte der Gast am Rattwerder gegen den TuSpo Weser Gimte (hinten am Ball: Dennis Behrens) mit 3:1 die Oberhand. Foto: Schröter

Hann. Münden. Eine ganz bittere Pille mussten am Sonntag die Bezirksliga-Fußballer des TuSpo Weser Gimte schlucken. Obwohl die Mannschaft von Trainer Matthias Weise gegen den Titelaspiranten SC Hainberg über weite Strecken klar besser war, zog sie mit 1:3 (0:2) den Kürzeren.

Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Nach nur 30 Sekunden holte SC-Keeper Aleksandar Stankovic Gimtes Rechtsaußen Christian Wedel von den Beinen. Der gut leitende Schiedsrichter Christian Eulenstein aus Göttingen zögerte keinen Augenblick und zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, doch Ervin Glogic scheiterte an Stankovic und setzte den Nachschuss aus kurzer Distanz über das Tor.

In der Folgezeit waren die Hausherren gegenüber den zuletzt doch eher mäßigen Vorstellungen nicht wiederzuerkennen. Mit ganz viel Zug zum gegnerischen Tor und einem verbissen um jeden Ball kämpfenden Kai Armbrust im Sturmzentrum ließen sie die Hainberger überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. In der 23. Minute tauchte Leon Fromm völlig frei vor Stankovic aus und konnte sich aus zehn Metern die Ecke aussuchen, scheiterte aber ebenfalls am glänzend reagierenden SC-Keeper.

Wie aus dem Nichts dann die Hainberger Führung. Andre Kaufmann nutzte einen Stellungsfehler von Bernd Abeln eiskalt aus und ließ TuSpo-Schlussmann Maximilien Zunker keine Abwehrchance. Als Gianni Weiss eine Minute vor dem Halbzeitpfiff mit einer Bogenlampe aus mehr als 50 Metern, bei der sich der anschließend untröstliche Zunker gehörig verschätzte, auf 2:0 erhöhte, war der Spielverlauf endgültig auf den Kopf gestellt.

Umso bemerkenswerter war es, dass die Gimter nach dem Wiederanpfiff keine Wirkung zeigten und genau da weitermachten, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Als die Gastgeber dann kurz vor Schluss für ihre Bemühungen belohnt wurden und der für den angeschlagenen Armbrust eingewechselte Nils Quentin zum 1:2 verkürzte (86.), wurde es tatsächlich noch mal spannend. Ein erfolgreich durch Maximilian Maretschke abgeschlossener Konter besiegelte in der Nachspielzeit aber einen Hainberger Sieg, der in dieser Form als ausgesprochen glücklich bezeichnet werden muss.

„Heute hat meine Mannschaft endlich mal wieder das gezeigt, was sie eigentlich kann“, war Matthias Weise denn auch trotz der Niederlage hochzufrieden mit der Vorstellung seiner Jungs.

TuSpo Weser Gimte: Zunker – Bock (72. Rönnfeldt), Abeln, Kilian, Cetinöz (87. Fuhrmann) – Behrens, Glogic, Franke, Wedel – Armbrust (46. Quentin), Fromm.

Tore: 0:1 Kaufmann (30.), 0:2 Weiss (44.), 1:2 Quentin (86.), 1:3 Maretschke (90.). (per)

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