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Fünf Tore - Werratals Jonas Winter mit toller Schau

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Von: Per Schröter

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Jonas Winter (hinten) zieht mal wieder ab.
Fünffacher Torschütze: Jonas Winter (hinten) machte vielleicht das Spiel seines Lebens. © Per Schröter

Jonas Winter war beim Werrataler 6:2 gegen Rhüden der Mann des Tages. Fünf Tore waren für den Mittelfeldspieler ein persönlicher Rekord.

Hedemünden – Drei Tage nach dem wichtigen Auswärtssieg beim starken Aufsteiger RSV Geismar hat Fußball-Bezirksligist SG Werratal gleich nachgelegt. Vor eigenem Publikum fertigte der neue Tabellendritte Schlusslicht FC RW Rhüden mit 6:2 (2:0) ab.

Es war die One-Man-Show des Jonas Winter. Zunächst hatten Werrataler ohne ihren gelb-rot-gesperrten Kreativspieler Frederik Köhler Schwierigkeiten, sich gegen die tiefstehenden und gut verteidigenden Rhüdener, die in dieser Saison erst einmal den Platz als Sieger verließen, nennenswerte Chancen zu erspielen. Nur Leon Fromm scheiterte in der Anfangsphase einmal aus acht Metern am gut reagierenden FC-Keeper Nickel (4.). Als dann auch noch Dominik Rudolph schon nach 20 Minuten verletzt raus musste (für ihn rückte Torben Buhre in die Innenverteidigung und der eingewechselte Lukas Bock übernahm Buhres Position im Mittelfeld), wurden die Gäste frecher und hatten ihrerseits eine gute Einschussmöglichkeit, die SG-Schlussmann Daniel Hartje aber zunichte machte (31.).

Mit dem Führungstreffer durch Rechtsaußen Jonas Winter, der nach langem Pass aus der eigenen Hälfte auf und davon ging und Nickel keine Abwehrchance ließ, platzte dann aber der Knoten. Mit Kopien seines ersten Treffers vier Minuten vor der Pause und zwei Minuten danach legte Winter einen Hattrick hin und es schien, als würde es ein ruhiger Nachmittag für Trainer Matthias Weise und die rund 120 SG-Anhänger werden.

Selbst als Gästespieler Julian Ziegenbein eine Unachtsamkeit in der Werrataler Innenverteidigung nutzte und zum 1:3 verkürzte (55.), schien das nur ein Ausrutscher zu sein. Als Martin Kühn dann aber nur drei Minuten später sogar auf 2:3 verkürzte, stockte so manchem der Atem.

Völlig unbegründet, wie sich zeigen sollte. Schließlich hatten die Werrataler ja ihren Jonas Winter. Zunächst erhöhte der Flügelflitzer nach schöner Vorarbeit von Maximilian Ring postwendend auf 4:2 (61.). Dann war mit Hendrik Suslik zur Abwechslung mal ein anderer an der Reihe und besorgte nach schönem Steckpass von Leon Fromm das 5:2 (68.). Und bevor Winter dann unter dem donnernden Applaus seiner Mitspieler und des SG-Anhangs ausgewechselt wurde, schlug er eine Minute später zum fünften Mal zu und sorgte für den 6:2-Endstand. „Ich habe noch nie fünf Tore in einem Spiel erzielt“, strahlte Winter nach dem Schlusspfiff, „aber wenn es einmal läuft, dann geht scheinbar auch jedes Ding rein.“ Er sei „ein bisschen stolz“ auf seine Leistung, vor allem freue er sich aber, der Mannschaft damit geholfen zu haben.

SG Werratal: Hartje - Kraft, Alt, Rudolph (20. Bock), Guthardt (73. Wallner) - Buhre (73. Schmauch) - Winter (82. Jürgens), Ring, Glatter, Suslik (82. Polej) - Fromm.
Tore: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0 und 6:2 Winter (23., 43., 49., 61., 68.), 3:1 Ziegenbein (55.), 3:2 Kühn (59.), 5:2 Suslik (67.). (Per Schröter)

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