Wilhelmshöhe und Fortuna überraschen

Bilanz der Fußball-Kreisoberliga: Überflieger und Abstürze

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Auf und davon: Fortunas Tom Zimmermann (links) springt über Wilhelmshöhes Thomas Nickel. Beide Vereine spielten eine gute Saison. 

Kassel – In der Fußball-Kreisoberliga entwickelte sich vom ersten Spieltag an ein packender Zweikampf zwischen dem späteren Meister TSV Hertingshausen und dem BC Sport. Am Ende hatten die Baunataler die Nase vorn, weil sie sich weniger Ausrutscher leisteten als der große Favorit vom Kreisel. Der BC Sport ging über die Aufstiegsspiele aber ebenfalls hoch in die Gruppenliga. Dagegen stieg die SG Söhrewald – trotz eines starken Endspurts in der Liga – in der Relegation ab. Neben dem TSV Oberzwehren müssen auch die Traditionsvereine SV Nordshausen und SVH Kassel den bitteren Gang in die Kreisliga A antreten. Das fiel in der Kreisoberliga auf.

Die Überflieger

Zu diesen zählen natürlich der Meister Hertingshausen und der Vizemeister BC Sport sowie der Zweite der Kreisoberliga Hofgeismar/Wolfhagen, SG Schauenburg. Aber es spielten auch Teams eine tragende Rolle, die sonst die grauen Mäuse der Liga waren – allen voran Fortuna Kassel. Vor zwei Jahren wäre der Verein noch fast abgestiegen, jetzt belegte er den vierten Rang und platzierte sich zum zweiten Mal in Folge im oberen Tabellendrittel. Einher ging der Aufschwung der Kasseler Nordstädter mit der damaligen Verpflichtung von Trainer Jan Niklas Hanske. Auch die TSG Wilhelmshöhe bekam von ihrem Coach Kevin Schellberg, der seit Oktober 2017 die Geschicke des Teams leitet, neuen Mut eingehaucht. Die TSG spielte ihre beste Saison seit dem Aufstieg 2012 und belegte direkt hinter Fortuna Rang fünf.

Die Abgestürzten

In den vergangenen Jahren schnupperte der TSV Oberzwehren immer wieder Mal an den Spitzenplätzen der Liga. Zuletzt aber wurde es für den Verein schwierig, qualifiziertes Personal zu finden, um die eigenen Ziele zu erreichen. Im Oktober nach dem 0:8-Debakel beim TSV Rothwesten II zogen die Verantwortlichen die Notbremse und nahmen das Team aus dem Spielbetrieb.

Es ist schon lange her, dass der SV Nordshausen in der Kreisliga A spielte. In der kommenden Saison ist es für den SVN aber wieder bittere Realität. Den Verantwortlichen um Trainer Jörg Peter ist es nicht gelungen, die Lücken, die die Abgänge von Felix Lehmann und Martin Rischkowski rissen, zu schließen. Die SVH Kassel um Trainer Sebastian Knauf muss nach dem Aufstieg 2013 wieder zurück in die A-Liga. Die Verstärkungen nach der Winterpause wie von Stürmer Gianluca Göbel kamen wohl zu spät.

Als Nachfolger des TSG Wattenbach und der TSG Wellerode wurde zu Saisonbeginn die SG Söhrewald gegründet. Dem neuen Team gelang es nie, den Tabellenkeller zu verlassen.

Die Trainerwechsel

Drei Vereine wechselten während der Saison die Trainer. Noch bevor der TSV Oberzwehren sich aus dem Spielbetrieb zurückzog, trennten sich die Verantwortlichen nach der 0:10-Niederlage bei CSC 03 II am 15. August von Manuel Gerland. Es übernahmen Fabian Verheyen und Eugen Tschigrinetz.

Beim CSC 03 II traten Sebastian Dietzel und Enis Ben Aichia am 10. April zurück. Nachfolger ist Gerd Horchelhahn. Bei der SG Schauenburg gab Tobias Heßler am 6. April sein Amt auf. Den Posten übernahm sein Co-Trainer Fabian Reitze. Er führte das Team mit sieben Siegen und einem Remis in die Aufstiegsspiele.

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