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Blitzstart in Escherode verpufft

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Von: Manuel Brandenstein

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Umkämpfte Partie: Hier legt sich Escherode/Uschlags Matthias Pfurr (links) den Ball vor. Rechts Christian Wedel.
Umkämpfte Partie: Hier legt sich Escherode/Uschlags Matthias Pfurr (links) den Ball vor. Rechts Christian Wedel. © Michael Frankfurth

Die SG Landwehrhagen/Benterode setzte seine Erfolgsserie im Staufenberger Fußballderby auch zum Auftakt der Saison 2022/23 fort.

Escherode – Nach einem Blitzstart samt 2:0-Führung schienen die Fußballer der SG Escherode/Uschlag auf dem besten Weg zum ersten Staufenberger Derbysieg seit Jahren zu sein. Doch den längeren Atem bewiesen die Nachbarn von der SG Landwehrhagen/Benterode. Sie konnten letztlich nach ihrem 4:2 (1:2)-Erfolg vor rund 300 Zuschauern feiern.

Und das kam einem irgendwie alles bekannt vor: Die Elf von Trainer Andreas Kühne stellt auf dem Escheröder Sportplatz ihre Partymusik auf volle Lautstärke und der Trainer spendet eine Kiste Bier. Es wird getanzt und gelacht. Aufseiten der Gastgeber ebenfalls ein gewohntes Derby-Bild: Hier will nach dem Abpfiff kaum jemand etwas sagen und man verkrümelt sich allmählich in die Kabine. „Landwehrhagen hat eine gute Moral gezeigt“, zollte Michael Kosch dem Kontrahenten ein Lob. Zuvor hatte seine eigene Mannschaft im gleichen Verhältnis abgebaut, wie die Gäste im Spielverlauf immer stärker geworden waren und sich am Ende verdient mit einem Sieg zum Auftakt der neuen Saison belohnten.

Zunächst hatte nichts danach ausgesehen. Die SG Escherode/Uschlag wirkte wacher und entschlossener und war mit 2:0 in Führung gegangen. Nach nicht einmal drei Spielminuten gelang Roman Löwing ein Traumtor, als er eine aus dem Strafraum herausgeköpfte Ecke volley nahm und ins rechte Eck des Gästetores hämmerte. Nur drei Minuten später der nächste Jubel der Platzherren: Sie nutzten in zentraler Position eine Riesenlücke in der Abwehr, und Christopher Schmelz platzierte den Ball zum 2:0 im langen Eck. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass es bis zur 75. Minute dauern würde, ehe die Gastgeber das nächste Mal gefährlich aufs Tor schießen würden.

In der Zwischenzeit kurbelte fast ausschließlich die SG Landwehrhagen/Benterode das Spiel an, während die Gastgeber nur noch reagierten. Sehr wichtig für die Gäste war das Anschlusstor noch vor der Pause: Jan Gude brachte den Ball nach einer Ecke aufs Tor und der zuvor gut haltende Aushilfskeeper Timo Krätzer hatte Pech – das Leder trudelte uns Netz (38.).

Max Zuschlag deutet nach seinem Treffer zum 3:2 auf das Vereinslogo.
An drei Toren beteiligt: Max Zuschlag deutet nach seinem Treffer zum 3:2 auf das Vereinslogo. © Manuel Brandenstein

Nach der Pause blieb Landwehrhagen/Benterode ganz cool und arbeitete beharrlich an einem erfolgreichen Saisonstart. Escherodes Neuzugang Stagel erwischte Max Zuschlag unglücklich am Strafraumrand – Elfmeter. Mike Woltert verwandelte sicher. Danach zogen die Gäste weiter ein gefährliches Flügelspiel auf. Beim 2:3 bediente Julian Röther sehenswert den am zweiten Pfosten lauernden Zuschlag, und beim 2:4 bediente Zuschlag diesmal von der rechten Seite den mitgelaufenen Woltert. Letztlich ging das alles für die Platzherren, die körperlich noch etwas nachbessern müssen, zu schnell. Torschütze Christopher Schmelz meinte später: „Wir haben den Ball einfach nicht mehr kontrolliert nach vorn bekommen und konnten nach dem 2:0 kaum für Entlastung sorgen.“ Gästetrainer Kühne freute sich: „Toll, wie meine Jungs ins Spiel zurückgekommen sind. Es war auch schön zu sehen, dass wir bereits 90 Minuten gehen können.“

Escherode/Uschlag: Krätzer – Ernst, Alves, N. Gerwig – Kördel, Löwing, Müller, Stagel – Pfurr, Schmelz, Morales.
Eingewechselt: Schubert, H. Gerwig, Aglaster
Landwehrhagen/Benterode: L. Schönebach – Herrmann, S. Kelmendi, Wedel, J. Röther – Zuschlag, T. Gude, M. Schönebach, N. Röther – Woltert – J. Gude.
Eingewechselt: F. Kelmendi, Adolf, Arand
Tore: 1:0 Löwing (3.), 2:0 Schmelz (6.), 2:1 J. Gude (38.), 2:2 Woltert (48./FE), 2:3 Zuschlag (61.), 2:4 Woltert (75.).

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