Zierenbergs Hessenliga-Fußballfrauen feiern 2:0-Heimsieg gegen die SG Bornheim

Brittas 57-Meter-Bude

Alle haben Britta lieb: Nach dem 2:0-Siegtreffer wird die lachend auf dem Boden liegende Zierenbergerin Britta Thyssen von ihren Mitspielerinnen geherzt und gedrückt. Foto: Michl

Zierenberg. Jubel- und Freudentänze auf der Zierenberger Warmetalkampfbahn kurz vor und vor allem nach dem Schlusspfiff. Denn da stand im Punktspiel der Frauenfußball-Hessenliga ein 2:0 (1:0)-Sieg des TSV Zierenberg gegen die SG Grün-Weiß Bornheim zu Buche und damit drei wertvolle Zähler für das erklärte Saisonziel Klassenerhalt.

Ein überglücklicher TSV-Trainer Frank Waldherr: „Im kickersportlichen Jargon war das ein so genannter dreckiger Sieg für uns, jedoch kein unverdienter. Unterm Strich zählern letztlich nur die drei Punkte.“

Zur Matchwinnerin avancierte TSV-Verteidigerin Britta Thyssen. Es lief die letzte Spielminute, als sie in der eigenen Spielhälfte in Rechtsaußenposition zwei Meter vor der Mittellinie befreiend den Ball einfach in Richtung des 57 Meter entfernten Frankfurter Kastens drosch. Bornheims Torwartin Sonnur Kiricioglu wollte den Ball leicht und locker greifen, ließ ihn jedoch zum Entsetzen ihrer Mitspielerinnen zum 2:0 für Zierenberg durch die sprichwörtlichen Hosenträger rutschen. Damit war natürlich die Messe gelesen.

Frankfurts Coach Johannes Breining-Rütters, der nur mit elf Spielerinnen angereist war, konnte die Welt nicht mehr verstehen. Denn in der ersten Halbzeit diktierte sein Team überwiegend klar das Geschehen, war den Gastgeberinnen spieltechnisch, läuferisch sowie kämpferisch überlegen. Doch mehr als ein Lattenknaller von Stefanie Löhr (15.) sprang dabei nicht heraus. Immer wieder bissen sich die Bornheimerinnen in der hervorragend organisierten und gestaffelten TSV-Abwehr fest. So wurde Torwartin Kristina Kühnemund vor keine allzu großen Probleme gestellt.

Zierenberg lauerte auf Kontermöglichkeiten. Bei der ersten Topchance verzweifelte Nina Gill (15.) an Torwartin Kiricioglu, ihr zweites Ding setzte sie an die Metallstange (28.). Dann doch die TSV-Führung. Nach einem Eckball konnte Kay Rütters nur mit einem Handspiel einen Treffer verhindern, den fälligen Strafstoß nutzte Julia Koch (42.) sicher zum 1:0.

Nach dem Seitenwechsel machte Bornheim weiter Druck, ohne aber das Gehäuse von Kristina Kühnemund ernstlich in Gefahr zu bringen. Die Mehrzahl der Topchancen besaßen die Warmetalerinnen. Ann-Katrin Kell (47., 52.) fand in Kiricioglu jeweils ihre Meisterin, Die Frankfurterin hatte dann dreifaches Glück. Einen Eckball faustete sie an den Pfosten, von dort sprang ihr das Runde wieder in die Arme. Dann traf Nina Gill (75.) erneut nur die Querlatte. Und als Gill (85.) von den Beinen geholt wurde, blieb der Strafstoßpfiff aus. Da spielte der TSV aber schon in Überzahl, sah Vera Klingebiel (75.) doch gelb/rot.

Von Reinhard Michl

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