4:3-Heimsieg gegen Jahn Hemeln

SG Bühren/Scheden hebt zur Spitze ab

Tom Bornemann breitet nach einem Tor die Arme aus
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Treffsicher: Neuzugang Tom Bornemann hatte mit drei Toren maßgeblichen Anteil am Bührener Sieg.

Ein rassiges Fußballderby sahen rund 150 Zuschauer zwischen der SG Bühren/Scheden und dem TSV Jahn Hemeln. Die Gastgeber unterstrichen, dass in dieser Saison mit ihnen zu rechnen ist.

Scheden – Sicher, es sind erst zwei Spieltage in der 2. Fußball-Kreisklasse absolviert. Doch eines wurde beim Derby zwischen der SG Bühren/Scheden und dem TSV Jahn Hemeln deutlich: Die Gastgeber haben sich durch ihre Neuzugänge deutlich verstärkt. Der 4:3 (1:1)-Heimsieg gegen die in der Vorbereitungszeit fast durchweg erfolgreichen Hemelner war vor allem dem dreifachen Torschützen Tom Bornemann anzurechnen. Der ehemalige Spieler von Bezirksligist SG Werratal schien am Sonntag zunächst keinen besonders guten Tag erwischt zu haben. Auf dem linken Offensivflügel fiel er kaum auf, mehrere Bälle sprangen ihm vom Fuß. Doch unmittelbar vor der Halbzeitpause war er dann eben doch zur Stelle und glich die Hemelner Führung durch Leon Baakes Nachschuss, bei dem viele Zuschauer noch gar nicht die Einlassprozedur durchquert hatten, aus. Die Gäste, bei denen letztlich Abwehrchef Alexander Wolf schmerzlich vermisst wurde, hatten vor ihrem zahlreich mitgereisten Anhang die bessere erste Hälfte abgeliefert. Allerdings mit einem Schönheitsfehler: Torjäger Sönke Wenzel vergab gleich vier gute Möglichkeiten.

Das sollte sich am Ende rächen. Zwar schaffte es der TSV Jahn nach der Pause durch den präsenten Sebastian Kühne erneut in Führung zu gehen, doch Bornemann drehte das Spiel zum 3:2 mit einer Einzelaktion und nach feinem Zuspiel von Dennis Quentin.

In einer hektischen Schlussphase schienen mit einigen Akteuren die Gäule durchzugehen. Bei fast schon rücksichtslos geführten Zweikämpfen hätte es mehrere Platzverweise geben können. Letztlich beließ es Schiedsrichter Erdal Bilenler aber in den meisten Fällen bei Gelben Karten. Lediglich Gerrit Schucht erwischte es nach seinem Einsteigen gegen Leon Baake. Nach dem 4:2 durch den völlig freistehenden Kleinhans gab sich Hemeln aber nicht auf und drängte nach dem Anschlusstreffer auf den Ausgleich. Beste Chancen aus wenigen Metern Torentfernung wurden jedoch vergeben. So konnte sich SG-Spielertrainer Danny Willert mit seinen Jungs freuen. „Das war heute eine absolute Charakterleistung“, meinte er. „Wir hatten Probleme, sind aber zweimal zurückgekommen; das war richtig stark!“ Hemelns Leo Marino stellte fair fest: „In der ersten Hälfte waren wir besser, haben aber unsere Chancen nicht gemacht. Aufgrund der zweiten Halbzeit hat Bühren verdient gewonnen.“ Trotzdem empfing Hemeln den Applaus seiner Anhänger, während Bühren/Scheden auf dem Platz feierte. „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!“. Das war bei der SG lange nicht mehr zu hören gewesen.

SG Bühren/Scheden: F. Schucht – Rinke, Negenborn, M. Schucht, Weber – G. Schucht – Fuchs, Quentin – Kleinhans, Bertram, Bornemann.
Eingewechselt: Spillner, Harting, Willert.

TSV Hemeln: Reichhardt – Loos, Ludewig, Brossok, Gscheidle – W. Wenzel, Dietrich, Baake, Keller – S. Kühne, S. Wenzel.
Eingewechselt: Grünewald, T. Kühne, Franke.
Tore: 0:1 Baake (8.), 1:1 Bornemann (42.), 1:2 S. Kühne (48.), 2:2 Bornemann (52.), 3:2 Bornemann (63.), 4:2 Kleinhans (75.), 4:3 S. Kühne (88.).
Gelb-Rote-Karte: G. Schucht (89.).

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