Matys setzt Deckel drauf

+
Kompromisslos: Jan Iksal (Bildmitte) vom CSC 03 kommt per Kopf vor seinem Manschaftskollegen Luca Trump (rechts) an den Ball. Hombressens Adrian Carrier (links) und Tobias Mirwald kommen zu spät. 

Fußball-Verbandsligist gewinnt 4:0

Im letzten Heimspiel des Jahres ließ Fußball-Verbandsligist CSC 03 Kassel den von großen Personalsorgen geplagten Aufsteiger SG Hombressen/Udenhausen mit einem 4:0 (1:0)-Erfolg abblitzen. Dabei brachte ein kurioser Elfmeterpfiff die 03er früh auf Kurs.

Eigentlich wäre in der achten Minute eine Doppelbestrafung für die Gäste fällig gewesen. Denn nach einem vermeintlichen Handspiel im Strafraum entschied Schiedsrichterin Sabine Stadler in Absprache mit ihrem Assistenten auf Strafstoß. Das Problem: Der Sünder war nicht klar zu identifizieren. Und auch die unkonventionelle Maßnahme, die Hände einiger Gästespieler auf mögliche Spuren zu kontrollieren, brachte keine Gewissheit. Also blieb Hombressen/Udenhausen mangels Beweisen zahlenmäßig vollzählig.

Allerdings gerieten die Gäste durch den von Maximilian Werner souverän verwandelten Elfmeter früh ins Hintertreffen (10.). „Dieses Gegentor war sehr ärgerlich, weil wir in der ersten Halbzeit kaum etwas zugelassen haben“, sagte SG-Trainer Marco Siemers, der auf zehn Spieler verzichten musste und damit auf Verstärkung aus der zweiten Mannschaft angewiesen war. Und so verwunderte es auch nicht, dass der CSC von Beginn an dominierte, zunächst aber nicht den ganz großen Druck erzeugte.

Werner scheiterte aus kurzer Distanz an einem Gästespieler, der für seinen bereits geschlagenen Keeper auf der Linie klärte (18.). Kurze Zeit später tauchte SG-Torwart Christoph Möller bei einem Distanzschuss von Florian Steinhauer rechtzeitig ab (23.). Das war’s dann schon mit den Highlights aus der ersten Hälfte – zumindest aus Sicht der 03er. Denn auf der anderen Seite scheiterte Dominik Lohne mit einem der wenigen offensiven Vorstöße der Gäste am aufmerksamen CSC-Torhüter Lukas Rudolph, der geschickt den Winkel verkürzt hatte (32.).

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Platzherren deutlich druckvoller – gerade in der Vorwärtsbewegung. Logische Konsequenz: das 2:0. Nach Vorarbeit von David Simoneit, der sich auf dem rechten Flügel energisch durchgesetzt hatte, versenkte Steinhauer den Ball humorlos im Kasten (58.).

CSC-Trainer Lothar Alexi sprach nach der Partie von einer „einheitlichen Spielphilosophie“, die sein Team inzwischen verinnerlicht hat und die auch Grund für den derzeitigen Aufschwung bei den seit sechs Spielen ungeschlagenen Rothosen sei. In der Schlussphase war dann die Zeit von Jaroslaw Matys gekommen. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung versenkte er den Ball präzise im langen Eck und sorgte so für die Vorentscheidung (77.). In der Nachspielzeit staubte er schließlich aus kurzer Distanz ab. Foto: Andreas Fischer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.