Fußball-Hessenliga: Vellmar besiegt Wiesbaden 2:0 – Viel Lob von Trainer Deppe

„Das gefällt mir sehr gut“

Meistens zuerst am Ball: Der OSC Vellmar – hier Stürmer Pascal Kemper (links) im Zweikampf mit dem Wiesbadener Roman Schmick – dominierte am Samstag im Stadion am Schwimmbad deutlich. Foto: Schachtschneider

vellmar. Den Anfang mit dem großen Lobgesang machte am Samstag Djuradi Vasic. Der Trainer des SV Wiesbaden hatte in der Fußball-Hessenliga gerade 0:2 (0:0) gegen den OSC Vellmar verloren und fand danach deutliche Worte: „Vellmar war die strukturiertere Mannschaft und hat verdient gewonnen“, sagte Vasic, der zuvor im Vellmarer Stadion am Schwimmbad eine einseitige Partie gesehen hatte, in der die Gastgeber vor 180 Zuschauern einen eindrucksvollen Beweis ihrer aktuellen Leistungsstärke ablieferten.

Von Beginn an hatte die Elf von Trainer Mario Deppe, die Gäste aus Südhessen voll im Griff. „Wir hatten uns fest vorgenommen, nicht in Bedrängnis zu geraten“, sagte nach dem Abpfiff Marius Ehlert, der das Tor zur 1:0-Führung erzielt hatte. Und diesen Vorsatz setzten die Vellmarer voll um: Ständig war der Ball in den eigenen Reihen unterwegs, ein schneller Pass folgte auf den nächsten, und kaum einmal schaffte es der SV Wiesbaden in den Vellmarer Strafraum.

Einzig ein Tor fehlte in der ersten Halbzeit, in der Trainer Deppe gleich zu Beginn lautstark ein mutiges Spiel von seinen Schützlingen eingefordert hatte. Und die ließen sich nicht lange bitten: Ein ums andere Mal sprintete Nasuf Zukorlic auf der rechten Außenbahn nach vorn und bediente Vellmars Sturmspitze Pascal Kemper. Der hatte in der 20. Minute wohl seine beste Chance, als er nach einem Wiesbadener Ballverlust an der langen Ecke vorbeischoss. Sechs Minuten später hatte dann Kapitän Christian Wollenhaupt die Führung auf dem Fuß. Gleich drei Gegner umdribbelte der 28-Jährige – als er dann allein vor dem Tor stand, traf er allerdings nicht in dasselbe, sondern den Wiesbadener Schlussmann Volkan Tekin.

Chancen-Feuerwerk

Völlig unbeeindruckt von diesen kleineren Missgeschicken brannten die Gastgeber in der zweiten Hälfte einfach weiter ihr Chancen-Feuerwerk ab – und wurden belohnt. Im Strafraumgetümmel erwischte Ehlert im Fallen den Ball (53.) und traf zur verdienten Führung in die kurze Ecke.

„Ich freue mich besonders darüber, dass gerade unsere beiden Sechser, die ein enormes Laufpensum absolvieren, erfolgreich waren“, sagte Trainer Mario Deppe später. Da stand bereits der Endstand fest, für den Dennis Schanze (57.) gesorgt hatte. In mehr als 20 Metern Entfernung erreichte den Mittelfeldspieler ein Rückpass, den er voll erwischte. Später sagte er: „Wir haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Vielleicht hätte das erste Tor früher fallen können, aber wir wollen uns nicht beschweren.“

Dies wollte auch Mario Deppe nicht. „Das gefällt mir sehr gut, was ich hier im Moment sehe“, lobte der Trainer seine Spieler, die durch den eingewechselten Dominik Lohne (66.) und erneut Ehlert (70.) noch einen höheren Sieg auf den Füßen hatten. Wirklich interessieren musste das allerdings keinen mehr, denn auch die abgelieferte Leistung war mehr als überzeugend.

Von Martin Scholz

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