DFB-Pokal: Zweitligist Braunschweig 0:2 gegen Freiburg / Trainer Lieberknecht gibt sich selbstkritisch

„Das Pokal-Aus geht auf meine Kappe“

Bild mit Symbolcharakter: Freiburgs Torschütze Daniel Caligiuri (re.) überläuft Braunschweigs Marc Pfitzner. Foto: dpa

Braunschweig. „Ne, heute nicht. Ich weiß nicht, was ich sagen soll.“ Norman Theuerkauf war nicht nach Auskünften zumute nach dem Pokal-Aus. 0:2 gegen den SC Freiburg, das war auch dem „Sechser“ von Eintracht Braunschweig auf den Magen geschlagen. Redebedarf hatte er mehr mit persönlichen Bekannten.

Es war schon irgendwie frustrierend aus Braunschweiger Sicht, wie für Eintracht Pokal-Endstation war. Der Spitzenreiter der 2. Liga, der im 13. Pflichtspiel die erste Niederlage hinnehmen musste, gegen eine Durchschnittsmannschaft aus der 1. Liga – ein Duell auf Augenhöhe? Nicht ganz. Die kleinen Unterschiede zur Bundesliga dürften auch den 20167 Fans nicht verborgen geblieben sein. Die Badener belegten erneut, dass sie ein „gepflegtes Bällchen“ spielen können, ohne dabei zu glänzen. Ballsicher, laufstark, das Spiel kontrollierend, so verschafften sie sich minimale Vorteile. Braunschweig fand keinen Zugriff auf die Partie.

Zudem nutzten sie die Transusigkeit Eintrachts, trafen schon nach 51 Sekunden zur SC-Führung durch den ungedeckten Caligiuri; später köpfte der eingewechselte Flum noch das 0:2 (84.). „Schockstarre“, so Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht, habe es nach dem Blitztor bei seinem Team gegeben. „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen“, räumte auch Torwart Marjan Petkovic ein. Er war einer von gleich vier Spielern, die Lieberknecht „ins Team rotiert“ hatte. Für Kumbela, Dogan und Boland standen zudem noch Vrancic, Bohl und Ademi auf dem Feld.

„Ich bin schwer enttäuscht, auch von mir“, gestand Lieberknecht, die falsche Systemwahl getroffen zu haben. „Die Niederlage nehme ich auf meine Kappe. Meine Unordnung versuchte das Team noch auszugleichen. Außerdem hat das frühe 0:1 schon alles über den Haufen geworfen.“ Der Eintracht-Coach war untröstlich und musste noch einen gravierenden, längeren Ausfall registrieren: Marcel Correia verletzte sich 20 Minuten vor Schluss am rechten Knie. Sein Innenbandanriss ist nun die Chance für Steffen Bohl als Ersatz für Außenverteidiger Correia.

So blieb denn bei den Braunschweigern überwiegend Frust und die Erkenntnis, dass zwischen Platz eins der 2. Liga und dem unteren Drittel der 1. Liga doch noch ein kaum zu übersehender Unterschied besteht. Wie heißt es so schön: Nun kann sich Eintracht auf die Punktspiele konzentrieren. Morgen (18 Uhr) kommt Aufsteiger Sandhausen. (gsd)

Von Helmut Anschütz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.