Fußball-Bezirk Braunschweig pausiert schon am Wochenende

„Spielen würde keinen Sinn machen“

Sportplatz Hedemünden mit Zuschauern auf Holzbänken.
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Viel Arbeit investiert: Die Vereine im Altkreis Münden haben viel Zeit darauf verwandt, ihre Sportanlagen für Zuschauer in Corona-Zeiten entsprechend den Bestimmungen anzupassen. Hier ist Hedemünden zu sehen. Doch früher als erwartet werden die Plätze in diesem Herbst leer sein.

Die Fußballmannschaften im Altkreis Münden hätten vor dem für Montag beschlossenen neuerlichen Lockdown noch einen Spieltag bestreiten können, doch daraus wird nichts.

Altkreis Münden – Am Donnerstag gab der Bezirk Braunschweig bekannt, dass er mit sofortiger Wirkung alle Begegnungen absetzt. Der Kreis Göttingen-Osterode schloss sich an. Noch am Mittwoch hatte der niedersächsische Landesverband verkündet, dass der Spielbetrieb ab Montag ausgesetzt werde, am kommenden Wochenende könne aber noch gespielt werden. Diese Möglichkeit nehmen nun der Bezirk Braunschweig und der Kreisverband Göttingen-Osterode nicht mehr wahr. Kreis-Spielausschuss-Vorsitzender Klaus Henkel sagte: „Es würde keinen Sinn machen, die Spieler noch einmal auf die Sportplätze zu schicken. Wenn man es unter dem medizinischen Gesichtspunkt betrachtet, kann es ja nicht sein, dass bis einschließlich Sonntag alles gut ist und ab Montag geht plötzlich nichts mehr. Da müssen wir angesichts der aktuellen Infektionszahlen konsequent sein.“

Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten hatten am Mittwoch in ihrem Beschluss kommenden Montag, den 2. November, als Startschuss für einen begrenzten Lockdown bestimmt. Vor allem deshalb, um die einzelnen Einschränkungen noch rechtssicher zu bekommen. Das ist beim Amateurfußball nicht notwendig, weshalb dort schon einige Tage früher das Geschen ruhen kann.

Sicherlich kann es Kritiker geben, die die Ansicht vertreten, man hätte noch einmal antreten sollen, um so viele Spiele wie möglich vor der langen Winterpause abhaken zu können. Doch Fakt ist, dass beispielsweise die Kreisliga, die in sehr kleine Siebener- oder Achter-Staffeln eingeteilt worden ist, trotz des späten Saisonstarts Anfang Oktober bereits mit der Hinserie fast fertig ist. „Wenn wir im März wieder spielen könnten, gäbe es keine Probleme, die Saison durchzuziehen“, sagt Klaus Henkel. Als letzte Alternative könnte man laut Ausschreibung auch die Meister- und Abstiegsrunde der Kreisliga wegfallen lassen.

Betroffen von der Spieltagsabsage ist unter anderem das Derby der 1. Kreisklasse zwischen Aufsteiger Bonaforther SV und dem DSC Dransfeld. Auch der TSV Jahn Hemeln wäre sicherlich gern zum Topspiel in Dramfeld angetreten.

Kreisligist Tuspo Weser Gimte hätte am Sonntag in Dorste bei Katlenburg antreten sollen. Tuspo-Trainer Dzevad Gracic meint, ein Antreten aller Mannschaften unter den aktuellen Bedingungen hätte einen faden Beigeschmack gehabt und er begrüße deshalb die vorzeitige Absage. In seiner Mannschaft habe keine Coronafälle gegeben und überhaupt musste bisher noch keine Mannschaft aus dem Altkreis Münden aufgrund von Verdachtsfällen Spiele absagen.

Das soll auch nach Ansicht von Werratals Bezirksligatrainer Alexander Winter möglichst so bleiben. „Wir müssen alle gut aufpassen und durch diese Zeit einfach durchkommen“, so der Trainer, der vermutet, nun auch die Weihnachtsfeier des Vereins am 18. Dezember absagen zu müssen. Winter hatte mit seinem Team nach vorgeschalteter Pokalrunde erst drei Saisonspiele bestritten. Doch aufgrund von diesmal nur 16 Serienspielen dürfte auch die Bezirksliga Chancen haben, die Saison wie geplant zu beenden.

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