Fußball-Gruppenliga:

Den Druck hat der Gast: SG Wildungen als Schlusslicht in Goddelsheim

Kopfballduell zweier Fußballer
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Geschenkt hat man sich noch nie was: Zweikampf zwischen dem Wildunger Waldemar Schubert (links) und Philipp Rothe (Goddelsheim/Münden) in der Partie vor zwei Jahren, die 3:3 ausging.

Kurz vor ihrem Abschluss löst die Hinrunde der Fußball-Gruppenliga 1 noch ein paar Extraschübe Adrenalin aus. Die SG Goddelsheim/Münden empfängt Schlusslicht SG Bad Wildungen/Friedrichstein.

Goddelsheim - Die Gastgeber 21 Punkte und Fünfter, die Gäste 12 Punkte und Letzter: Die Tabelle kennt den Favoriten dieser Partie. Jens Fresen kennt ihn nicht. „Vermeintlich leichte Aufgaben hatten wir dieses Jahr schon genug, die Ergebnisse kann sich jeder noch mal anschauen“, sagt der Trainer der Lichtenfelser mit leiser Ironie. Seine Schlussfolgerung: „Wir sind gut beraten uns auf eine Mannschaft einzustellen, die sicherlich alles dafür tun wird, um aus der Situation zu kommen.“

Was alles, wird Jan Leimbach nicht verraten: dass seine Mannschaft aber alles geben wird, glaubt der Wildunger Trainer fest. Das Spiel biete die Möglichkeit, ein anderes Team mit in den ziemlich breiten Abstiegsstrudel zu ziehen, sagt er. Das wll die Wildunger SG unbedingt. Leimbach: „Wenn wir gewinnen, sind wir bis auf sechs Punkte an Goddelsheim/Münden dran“ Will sagen: keine Welt, zumal noch 18 Spiele im Plan stehen. Umgekehrt kann das Fresen-Team mit einem „Dreier“ den Abstand zum Gegner ins fast Komfortable vergrößern.

Wildunger Trainer Leimbach: Stachel saß sehr tief

Leimbachs Erfahrungen mit den Lichtenfelsern rühren aus seiner gar nicht lange zurückliegenden Zeit als Spieler. Er erinnert sie als „unangenehmen Gegner“, der oft mit langen Bällen agiere und eine Stärke bei zweiten Bällen habe. Mirco Grosche, den er für einen der bester Angreifer der Liga hält, kennt Leimbach aus gemeinsamen Stützpunkt-Tagen. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams ist, wegen Corona, ziemlich genau zwei Jahre her und endete 3:3.

Jens Fresen hat deshalb keine eigenen Anschauungen von den Badestädtern. „Ich habe mich aber informiert und bin hoffentlich gut vorbereitet“, sagt er. Dass die Gäste mit neuem Trainer anreisen, möchte er nicht besonders bewerten. „Ich kenne seinen Plan und seine Philosophie nicht. Beide Seiten müssen sich erst mal finden, die Ideen des Trainers auch umsetzen können.“

Suche nach einem Innenverteidiger

Das funktionierte zuletzt gar nicht. Nach dem schweren Heimdämpfer gegen Edermünde (0:4) „saß der Stachel sehr tief“, räumt Leimbach ein. Vor allem die happigen individuellen Fehler beschäftigten den Trainer. Seinen dritten Anlauf auf einen Sieg unternimmt er nun mit neuem Mut. „Wir haben leidenschaftlich und intensiv trainiert“, sagt er, und damit das Trauma „aus den Kleidern geschüttelt“. Gut für Leimbach: Der Kader ist komplett, vielleicht kommt Janis Schuldt (Rippenprellung) wieder dazu. Weiter fehlen dürfte Stefan Jobs (Fußverletzung).

Bei den Gastgebern sieht das anders aus. Zuletzt beim 1:1 in Körle fehlten alle gelernten Innenverteidiger, so dass Daniel Butterweck erstmals in der Kette stand. Der spätere Torschütze musste am Ende verletzt raus, ebenso Nils Grosche und Fabian Thomas. Alle drei fehlen laut Trainer Fresen am Sonntag. Für Philipp Rothe und Marco Vesper werde es mit der Rückkehr ins Team zeitlich eng. Fresen: „Da passt es ganz gut, dass die zweite Mannschaft ihre Hinrunde schon beendet hat.“

Statistik: Das zwei Jahre zurückliegende 3:3 dürfte allen Beteiligten noch präsent sein. In Goddelsheim, lag die Heimelf nach 28 Minuten 0:3 zurück und punktete doch. Die Spiele davor gewann mal diese, mal jene SG.  (bb, mn)

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