Der Letzte der alten Garde

Spielführer Yannik Nüsse lief für den Tuspo Gimte schon in der Landesliga auf

Yannik Nüsse grätscht  gegen den Dransfelder Benjamin Mielenhausen.
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Auch am Boden stark: Tuspos Mannschaftskapitän Yannik Nüsse grätscht in dieser Szene gegen den Dransfelder Benjamin Mielenhausen.

Wenn es in seinem Lieblingssport darum geht, Verantwortung zu übernehmen, dann ist Fußballer Yannik Nüsse schon immer dabei gewesen.

Gimte – Bereits als Jugendlicher hatte er als Kapitän der erfolgreichen Bezirksliga-Elf des FC Werder Münden auf dem Platz das Sagen. Jetzt, am Ende seiner aktiven Karriere, ist es beim TuSpo Weser Gimte wieder so. „Die Kapitänsbinde ist mir in der aktuellen Situation gar nicht wichtig, aber ich will die jungen Spieler auf dem Platz führen und daneben alles dafür tun, um den Zusammenhalt innerhalb des Teams zu stärken“, sagt der 27-Jährige. Als letzter Verbliebener der „alten Garde“ aus erfolgreicheren TuSpo-Zeiten sehe er sich dafür in der Pflicht.

Seine Karriere startete Yannik Nüsse bereits als Vierjähriger bei der TSG Münden. „Ab der C-Jugend spielte ich dann für den FC Werder Münden zusammen mit Dominik Franke, Kai Armbrust, Frederik Köhler, Hendrik Suslik und vielen anderen heute noch Aktiven in der Bezirksliga“, erinnert er sich gerne an diese erfolgreiche Zeit zurück. Seit seinem Wechsel in den Herrenbereich im Jahr 2012 ist Nüsse für den TuSpo Weser Gimte aktiv. „Gleich in meinem ersten Jahr dort schafften wir den Aufstieg in die Landesliga“, erzählt er. „Das war natürlich ein echter Hammer für mich.“ Zwar ging es danach für die Gimter gleich wieder zurück in die Bezirksliga, dort blieben sie aber lange eine echte Macht. Als dann aber immer mehr Spieler den Verein verließen und dieser sich dann vor eineinhalb Jahren auch noch von seinem Erfolgstrainer Matthias Weise trennte, folgte ein radikaler Umbruch.

Dass Yannik Nüsse auf dem Platz schon immer zu den Anführern zählte, liegt zum einen an seiner Position als Spieler. „Als Innenverteidiger ist es meine Aufgabe, das Spiel zu steuern, zu beruhigen oder auch mal für die nötige Aggressivität zu sorgen“, sagt er. Als Kapitän sei er jetzt aber natürlich auch der verlängerte Arm des Trainers. „Vom Typ her bin ich jemand, der viel überlegt und versucht, frühzeitig zu antizipieren, was als nächstes passiert“, sagt Nüsse, für den es das letzte Jahr als aktiver Spieler ist. „Ich schaffe es einfach zeitlich nicht mehr, Beruf und Fußball unter ein Dach zu bringen, zumal ich Beisitzer im TuSpo-Vorstand bin“, sagt der 27-jährige Logistikleiter der HNA. Sportlich sei das persönliche Ziel für seine letzte Saison ganz klar der Klassenerhalt in der Kreisliga. „Ich möchte aber auch eine funktionierende Mannschaft hinterlassen, die selbst Verantwortung übernimmt und sowohl auf dem Platz als auch daneben zusammenhält“, sagt er. (Von Per Schröter)

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