Fünf Spieler aus Südniedersachsen im Kader des Deutschen Meisters VfL Wolfsburg

Erster Auftritt mit den Wölfen: Verteidiger Anton Donkor (li.) war für den Deutschen Meister in der Lokhalle am Ball. Foto: Jelinek

Südniedersachsen als Talentschmiede für den deutschen Fußball. Eine Aussage, die beim Blick auf die heimische Fußballszene ein wenig verwundert.

Göttingen 05 kämpft in der Oberliga gegen den Abstieg, die Landesligisten Eintracht Northeim und die SVG Göttingen hoffen auf den Aufstieg in die fünfte Liga. Demnach gilt: Wer als Jugendlicher sportlich voran kommen will, der muss zu einem der drei niedersächsischen Bundesligisten wechseln.

Gleich fünf Talente aus Südniedersachsen haben in den vergangenen Jahren den großen Schritt gewagt. Und was für einen! Sie spielen beim VfL Wolfsburg. Der Nachwuchs des von Volkswagen gesteuerten Vereins ist im Juniorenbereich der überragende deutsche Klub der vergangenen Jahre. „Wir haben drei Mal in Folge die Bundesliga-Staffel Nord/Nordost gewonnen. Und 2011 und 2013 sind wir Deutscher Meister geworden, 2012 im Halbfinale ausgeschieden. So eine Bilanz hat im Juniorenbereich nicht einmal der FC Bayern“, sagt Wolfsburg Co-Trainer Thorsten Kohn, der am Samstag seinen Chefcoach Dirk Kunert vertrat.

In der Lokhalle liefen mit Thore Dengler, Anton Donkor, Joshua Busching und Leandro Putaro vier Südniedersachsen für die Wölfe auf. Innenverteidiger Donkor und der offensive Mittelfeldspieler Putaro (schon 15 Saisontore in der Bundesliga) waren beide für Lenglern, Sparta Göttingen und die SVG Göttingen aktiv und können noch für die B-Junioren spielen. „Sie trainieren zwei Wochen bei uns mit. Danach entscheiden wir, wie es weitergeht“, sagt Kohn.

Der Ex-Göttinger Busching ist schon einen Schritt weiter. Der defensive Mittelfeldspieler und rechte Verteidiger war fester Bestandteil der Meistermannschaft. Thore Dengler spielt dagegen seine erste Saison in der U 19. „Für Thore gilt, was auch für Anton, Joshua und Leandro zutrifft. Das sind alles gute Jungs, die sehr fleißig und engagiert sind“, lobt Kohn.

Dengler stammt aus Sülbeck, spielte zuvor für den JFC Roswitha-Stadt und ist derzeit im Wolfsburger Fußball-Internat untergebracht. Im Sommer will er sein Abitur schaffen. „Ich finde beim VfL optimale Bedingungen vor, weil es zum Beispiel auch die kurzen Wege zwischen Internat und Trainingsanlage sind“, sagt der 17 Jahre alte Innenverteidiger. Linus Baar war dagegen nicht in der Lokhalle im Einsatz. Der A-Juniorenspieler wurde vom U 23-Team angefordert. Gestern reiste Baar mit dem Regionalliga-Tabellenführer ins Trainingslager nach Belek (Türkei).

Zwei wichtige Spieler weg

Beim Jubiläumsturnier scheiterte der Vorjahresdritte gestern in der Zwischenrunde. Ob es im Sommer mit der Titelverteidigung klappen wird, ist ebenfalls fraglich. Denn mit Federico Palacios-Martinez (am vergangenen Freitag zum Drittligisten RB Leipzig), der in der Vorrunde 29 Treffer in 14 Spielen erzielte und Julian Brandt (zu Bayer Leverkusen), verließen in der Winterpause zwei wichtige Spieler den Verein. „Da sind auf einmal 35 Tore weg. Die beiden zu ersetzen, ist nicht einfach“, sagt Kohn. (rwx/wg-gsd) Foto: zje

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