Fußball-Hessenliga

Doppelschlag schockt Baunatal: KSV unterliegt Stadtallendorf 0:2

Berke Durak (rechts) und Arne Schütze.
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Durchgesetzt: Baunatals Berke Durak (rechts) zieht an Stadtallendorfs Arne Schütze vorbei.

Großer Kampf, aber keine Punkte. Das war der Heimauftritt des KSV Baunatal gestern Abend in Kurzform. Über weite Strecken bot der Fußball-Hessenligist der favorisierten Eintracht Stadtallendorf Paroli.

Baunatal – Am Ende standen die Gastgeber aber mit leeren Händen im Parkstadion da. Der Knackpunkt war ein Doppelschlag des Regionalliga-Absteigers kurz nach der Pause, der die 0:2 (0:0)-Niederlage des KSV besiegelte. „Über 90 Minuten gesehen, haben wir heute gegen eine bessere Mannschaft verdient verloren“, sagte Baunatals Co-Trainer Dominik Schaumburg, der den erkälteten Coach Tobias Nebe bei der Pressekonferenz nach der Partie vertrat.

Bevor das Duell Tabellenvierter gegen -dritter losging, wurde aber erst einmal in die Vergangenheit geschaut: Mit Mario Wolf, Nico Schrader, Florian Heussner und Nico Möller verabschiedete Baunatals Sportlicher Leiter Matthias Kepper vier Ex-Spieler. Der langjährige Kapitän Wolf hatte den Klub schon vor mehr als einem Jahr verlassen, das restliche Trio in diesem Sommer. Aufgrund von Corona sei eine offizielle Verabschiedung vor Publikum erst jetzt möglich gewesen.

In der Gegenwart waren die Baunataler von Beginn an gefordert. Denn die Gäste begannen druckvoll, hatten durch Leon Lindenthal (4. Minute) und Amar Zildzovic (11.) die ersten Chancen. Aber beim Versuch von Lindenthal blockte KSV-Innenverteidiger Maximilian Blahout den Ball ab, den Schuss von Zildzovic aus kurzer Distanz hielt Torwart Jonas Labonte stark.

Nach der Anfangsphase kämpften und spielten sich die Gastgeber in die Partie. Erst setzten sie Nadelstiche, wie in der 14. Minute, als Hüseyin Cakmak die erste gute KSV-Chance hatte. Den Schuss des Stürmers parierte Gäste-Torhüter Tolga Sahin. Dann wurden die Baunataler mutiger, hatten selbst mehr Spielanteile und gestalteten die Partie ausgeglichener. Es entwickelte sich ein flottes, intensives Spiel – allerdings mit wenigen Chancen. Zweimal zittern mussten die Nordhessen vor der Pause dennoch: Beim Distanzschuss von Zildzovic fehlte nicht viel zum 1:0 für die Eintracht (31.). Und als Del Angelo Williams kurz vor dem Halbzeitpfiff flankte, verpassten gleich drei Stadtallendorfer im Strafraum den Ball. Glück gehabt.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischte der KSV – und hätte sich fast dafür belohnt. Cakmak setzte Sahin außerhalb des Strafraums unter Druck, den Pass des Eintracht-Torhüters fing Sebastian Schmeer ab. Der Stürmer zog aus 25 Metern ab, aber Verteidiger Christopher Schadeberg rettete kurz vor der Linie des leeren Tores (51.). Schade – zumindest aus Baunataler Sicht.

Kurz darauf der Schock für den KSV. Besser gesagt: der Doppelschock. Erst setzte sich Lindenthal im Strafraum gegen Daniel Borgardt, dann mit grenzwertig viel Körpereinsatz gegen Berke Durak durch und schlenzte den Ball zum 1:0 in die lange Ecke (53.). „Der Zweikampf gegen Berke war für mich ein Foul“, sagte Schaumburg. Nur eine Minute später konterten die Gäste. Damijan Heuser passte auf Williams, der eiskalt traf. Statt 1:0 für Baunatal stand es plötzlich 0:2. „Das war natürlich der Schlüsselmoment“, sagte Schaumburg.

Die Baunataler waren nun bemüht, sogar tonangebend gegen die Gäste, die auf Konter lauerten. Aber die direkte Ecke von Okan Gül (76.), die Sahin gerade noch so parierte, und der Distanzschuss von Fatih Üstün (82.) waren gegen die kompakte Eintracht-Abwehr die einzigen Chancen. (Manuel Kopp)

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