Fußball-Bundesliga: 1:0-Erfolg der Roten gegen Nürnberg nach neun sieglosen Spielen

Dreier und neuer Stürmer

Sieg-Torschütze: Hannovers Torjäger Mohammed Abdellaoue (li.), hier im Zweikampf mit Nürnbergs Dominik Maroh, sicherte mit seinem 10. Saisontreffer seinem Team den 1:0-Sieg. Foto: dpa

Hannover. Der Fußball-Bundesligist Hannover 96 kann doch noch gewinnen. Nach fünf Unentschieden in Serie und insgesamt acht Spielen ohne Sieg gewann die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka endlich wieder einmal, und zwar mit 1:0 (1:0) gegen den 1. FC Nürnberg und festigte damit seinen guten siebten Tabellenplatz.

Und wieder einmal war Verlass auf den Torjäger vom Dienst. Mit seinem zehnten Saisontreffer sicherte Mohammed Abdellaoue in der 18. Minute nach präziser Rechtsflanke von Lars Stindl den Roten den so sehnlichst von den Fans erwarteten Dreier. Abdellaoue hatte aber schon in der siebten Minute eine Riesenchance zum Führungstreffer, geriet aber freistehend sieben Meter vor dem gegnerischen Tor in Rücklage und schoss weit drüber. Nur drei Minuten später lenkte Nürnbergs Keeper Raphael Schäfer mit den Fingerspitzen einen Distanzschuss von Sergio Pinto zur Ecke.

Diouf unterschreibt bis 2014

„Das war ein wichtiger Sieg. Unsere Situation ist stabil“, freute sich 96-Präsident Martin Kind, der nun auch grünes Licht für die Verpflichtung von Mame Biram Diouf von Manchester United gegeben hat. Der Senegalese saß schon einmal auf der Tribüne und beobachtete interessiert seinen neuen Verein, für den er bis zum 30. Juni 2014 unterschrieben hat. Auf der Tribüne saß im Übrigen auch Christoph Daum, Trainer des FC Brügge, Gegner der 96er in der Europa League.

„Ich bin froh, dass wir mit Mame Diouf eine zusätzliche Alternative für den Angriff haben“, meinte Slomka und weiter: „Für uns wird es nun darum gehen, ihn schnell zu integrieren, damit er uns bei den bevorstehenden Aufgaben in der Bundesliga und in der Europa League helfen kann.“

Die Hannoveraner scheinen gegen Nürnberg endlich die Effektivität wiedergefunden zu haben, die sie in der vergangenen Saison so ausgezeichnet hat. Aus zwei Chancen machte Abdellaoue ein Tor. Aufgrund der ersten Halbzeit, in der die 96er den Gegner immer wieder an dessen Strafraum einschnürten, waren sich am Ende alle einig, dass der Sieg der Gastgeber in Ordnung ging. Allerdings fiel ein Wermutstropfen auf die sen Dreier. Fernsehbilder belegten nämlich, dass in der 59. Minute 96-Innenverteidiger Emanuel Pogatetz den Nürnberger Philipp Wollscheid mit zwei Faustschlägen in den Nacken so attackierte, dass dieser zu Boden ging.

Tätlichkeit von Pogatetz

„Das war eine klare Tätlichkeit. Es hätte einen Elfmeter und eine Rote Karte geben müssen ich sehe darin eine klare Benachteiligung für uns“, echauffierte sich Nürnbergs Trainer Dieter Hecking nicht zu Unrecht, Trotz zweier Riesenchancen der Gäste - in der 55. Minute rettete 96-Keeper Ron-Robert Zieler per Fußabwehr gegen Tomas Pekhart und zwei Minuten vor Ende stand Daniel Didavi seinem Mitspieler Jens Hegeler bei dessen Torschuss im Wege - zeigte sich FC-Torwart Schäfer selbstkritisch: „Über 90 Minuten war das nicht das, was wir uns vorgenommen hatten.“ (wg/gsd)

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