Schmeer, Blahout und Lorenzoni treffen

KSV schlägt OSC Vellmar im Endspiel 3:0: Ein Bier auf den Baunataler Pokalsieg

Patrick Krengel (links) und Kim Sippel.
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Baunataler: Patrick Krengel (links) und Kim Sippel.

Minuten nach dem Abpfiff gab es Bierduschen. Kurz zuvor waren noch die Siegerfotos geknipst worden. Und der eine oder andere Baunataler nippte dann auch mal am Glas und kippte den Inhalt nicht nur einem Kollegen über den Kopf.

Vellmar – Mit 3:0 (0:0) entschied der Fußball-Hessenligist das Finale im Kreispokal im Stadion am Schwimmbad in Vellmar gegen den OSC für sich. Lange war dieses Endspiel aber trotz des Klassenunterschieds eine ausgeglichene und chancenarme Partie.

Seine Startelf für den Fünftliga-Auftakt in knapp zwei Wochen schickte Tobias Nebe, Trainer des KSV Baunatal, nicht aufs Feld. „Dafür fehlen derzeit einfach noch zu viele“, sagte er hinterher. Nebe sprach von einem verdienten Erfolg. Aber: „In der 1. Halbzeit mussten wir schon aufpassen. Vellmar hat das ordentlich gemacht“, sagte er. In Abwesenheit des OSC-Cheftrainers Jörg Müller coachte Co-Trainer Roland Borrmann das Heimteam. Auch er fand: „Der Sieg der Baunataler geht in Ordnung. 60, 70 Minuten haben wir aber gut mitgehalten, wir hatten gerade in der ersten Hälfte gute, vielleicht sogar die besseren Möglichkeiten. Aber wir haben es nicht zu Ende gespielt, sind nicht zum Abschluss gekommen.“

Unrecht hatte Borrmann nicht. Die erste Hälfte hatte nicht das beste Niveau, auf einem schwer zu bespielenden Rasen hatte OSC-Angreifer Serkan Aytemür die erste Möglichkeit bereits nach zwei Minuten. Sein Kopfball bereitete KSV-Torhüter Kim Sippel allerdings keinerlei Probleme. Bei den Baunatalern stand der in diesem Sommer vom KSV Hessen gekommene Sebastian Schmeer in der Startelf. Doch Tim Welker, ebenfalls mit Kasseler Vergangenheit, machte bei den Vellmarern ein starkes Spiel und es Schmeer richtig schwer.

Der OSC hatte während der ersten 45 Minuten zwei, drei gute Umschaltmomente, spielte es vor dem Tor dann aber zu umständlich. Das ging auch den Baunatalern lange Zeit so. Doch in der 64. Minute fand ein langer Ball von Patrick Krengel schließlich Schmeer, der zunächst noch an Tobias Orth scheiterte, den Nachschuss aber zum 1:0 nutzte. Der 34-Jährige sagte hinterher: „Ich war noch nicht so oft dabei bislang. Aber es ist eine gute Truppe, alles gute Jungs. Das macht schon Spaß.“

Nach dem Führungstor übernahmen die Baunataler mehr und mehr das Spiel. Daniel Borgardt hatte kurz vor Schmeers Treffer bereits einmal gejubelt, der Linienrichter aber die Fahne gehoben. Abseits. Nach einem Freistoß von Krengel lag den Baunatalern der nächste Jubelschrei auf den Lippen, doch vom Innenpfosten sprang der Ball wieder weg vom Tor (83.). Kurz danach passierte es dann doch. Innenverteidiger Maximilian Blahout stand nach einer Ecke frei und nutzte die Chance zum vorentscheidenden 2:0 (84.). Anschließend lief er zur Außenlinie und jubelte mit einem Betreuer. Warum? „Sie wollten ihn hier erst nicht reinlassen zu uns, weil er nicht als Betreuer erkannt wurde. Aber er macht alles für uns. Da dachte ich, ich jubel mit ihm“, sagte Blahout.

Das 3:0 fiel dann mit dem Schlusspfiff. Nicolai Lorenzoni, wie Schmeer neu in Baunatal, erzielte es mit einem feinen Lupfer (90.+3). Dann wurde gefeiert. Der Pokalsieg. Und der Einzug in den Hessenpokal. Der sei immer interessant, sagte Baunatals Trainer Nebe. (Maximilian Bülau)

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