Ein Spielmacher für alle Fälle

Sascha Fuchs führt die neue Generation der SG Bühren/Scheden

Sascha Fuchs (links) schießt
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Gibt immer alles für die SG Bühren/Scheden: Sascha Fuchs (links) ist seit mehreren Jahren Mannschaftskapitän und geht mit gutem Beispiel voran.

In der 2. Fußball-Kreisklasse laufen die Dinge manchmal ein bisschen anders: Wer bei der SG Bühren/Scheden zum Training kommt, der sollte möglichst seinen „SG-Coin“ (eine Münze mit SG-Emblem) dabei haben, sonst könnte es teuer werden. Denn kann ein Spieler die Münze beim „Coin-Check“ nicht vorzeigen, muss er eine Kiste eines sprudelndes Erfrischungsgetränks ausgeben.

Scheden – „Das ist gut für den Teamgeist“, erklärt Bühren/Schedens Kapitän Sascha Fuchs die Idee, mit der ein Mannschaftskamerad auf ihn zukam. Und genau für diesen Teamgeist sieht sich Fuchs als Spielführer verantwortlich. Umso mehr, als es jetzt darum geht, junge Spieler, die aus dem Nachwuchs nach oben kommen, zu integrieren. Jahrelang stand er fast immer mit denselben Leuten auf dem Platz. Doch nun rückt eine Generation nach.

„Dadurch, dass die Jugend jetzt dazu gekommen ist, habe ich als Kapitän eine noch größere Aufgabe. Ich versuche den vielen jüngeren Spielern zu helfen, sich im Herrenbereich zu etablieren“, betont der Spielführer. Vor der corona-bedingten Unterbrechung habe das auch ganz gut geklappt – auch wenn es 2020 nicht viele Möglichkeiten für Mannschaftsabende oder gemeinsame Ausflüge gab. Fuchs: „Das war leider in letzter Zeit nicht so möglich.“

Man merkt: Der Fußball, das Training, die Gemeinschaft – all das fehlt dem 31-Jährigen. Gern würde Fuchs sein Team wieder als Spielmacher antreiben, der Mannschaft mit seinem gradlinigen Spiel und seinen präzisen Pässen Sicherheit verleihen, Verantwortung übernehmen und wichtige Tore zu erzielen. So wie er es schon so oft getan hat in den vergangenen knapp 14 Jahren.

Seit 2007 – damals war er gerade 18 – spielt Fuchs für die erste Mannschaft der SG Bühren/Scheden. In seinem allerersten Spiel wurde er gleich mal mit Rot vom Platz gestellt. „Aus meiner Sicht unberechtigt“, merkt der Schedener an. Nur zwei Jahre spielte Fuchs nicht für seinen Heimatverein – weil es keine B-Jugend gab.

Also ging es kurzzeitig zum Dransfelder SC, wo Fuchs Bezirksliga spielte und beim angesehenen internationalen Jugend-Hallenturnier in der Lokhalle antreten durfte. Dort trafen Fuchs und der DSC 2006 unter andrerem auf den FC Schalke 04 mit einem überragenden Mesut Özil, der mit damals 17 Jahren und sage und schreibe 16 Toren alles in Grund und Boden schoss.

Nach dem kurzen Zwischenstopp in Dransfeld ging es für Sascha Fuchs zurück zu „seiner“ SG.

Seit fünf Jahren – mit einer kurzen Unterbrechung 2018 als er als Co-Trainer eingesprungen ist – führt die Nummer 10 Bühren/Scheden als Kapitän aufs Feld. Und das würde er auch gerne noch ein bisschen weiter so machen.

„Ich will solange spielen wie ich den Jungs noch weiterhelfen kann. Ich hoffe, es geht noch ein paar Jahre gut“, sagt Fuchs, der in den vergangenen Jahren verletzungsanfälliger geworden ist. Doch gerade jetzt, wo ein paar vielversprechende Talente nachkommen, ist an Aufhören nicht zu denken. Ein wenig hat Fuchs da auch der Ehrgeiz gepackt: „Es wäre wirklich schön, wenn wir noch einmal in die 1. Kreisklasse aufsteigen würden.“

Das wäre dann auch eine Belohnung für das jahrelange Engagement des SG-Spielführers. Denn natürlich ist das Kapitänsamt auch ein Ehrenamt – und eben mit vielen Aufgaben verbunden. Fuchs kümmert sich um Getränke und Trikots, um Organisatorisches und Handfestes – und natürlich um die Führung seiner Jungs auf und neben dem Platz. Zudem ist er im Schützenverein KKSV Niederscheden als Schießleiter tätig.

Sollte es in diesem Jahrnoch nicht klappen mit dem Aufstieg, zu feiern haben wird Fuchs trotzdem sicherlich etwas. Die 2020 wegen Corona verschobene Hochzeit mit seiner Lebensgefährtin soll 2021 definitiv nachgeholt werden.

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