Dämpfer für den KSV Baunatal

Ein Unentschieden, das wehtut: KSV Baunatal nur 1:1 gegen Neuhof

+
Autsch: Baunatals Ralf Sattorov.

Nächster Dämpfer für den KSV Baunatal: Der Fußball-Hessenligist ist gegen Aufsteiger Neuhof 80 Minuten lang in Überzahl, spielt aber nur 1:1.

Gegen Schlusslicht Fernwald zu Hause verloren, gegen den Drittletzten Steinbach ebenfalls, und auch gegen den Vorletzten ist dem KSV Baunatal kein Sieg gelungen. Der heimische Fußball-Hessenligist kam gegen Aufsteiger SV Neuhof nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. „In der zweiten Hälfte hat uns Entschlossenheit gefehlt“, sagte Kapitän Daniel Borgardt enttäuscht und ergänzte: „Das war viel zu wenig für unsere Ansprüche.“

Dieses Unentschieden tut deshalb richtig weh, weil die Baunataler mehr als 80 Minuten in Überzahl spielten. Und weil an diesem Samstag auf dem Kunstrasenplatz am Parkstadion eine alte Fußball-Weisheit zutraf – und die geht so: Wenn du die eigenen Chancen nicht verwertest, rächt sich das irgendwann. Außerdem muss sich die Mannschaft von Trainer Tobias ärgern, weil der Auftakt im Grunde optimal verlief.

Die ersten Minuten gehörten nämlich direkt den Gastgebern. Genauer gesagt: Rolf Sattorov. Der KSV-Angreifer holte kurz nach dem Anpfiff einen Elfmeter heraus, den er selbst zur 1:0-Führung verwandelte (4. Minute). Wenig später nahm er einen tollen Pass von Dino Kardovic auf, ging allein auf Neuhofs Schlussmann Dogus Albayrak zu, der sich beim Herauslaufen verschätzte und den Baunataler von den Beinen holte. Schiedsrichter Patrick Werner zeigte dem Torwart dafür die Rote Karte.

Da waren noch keine zehn Minuten gespielt. In der Folge machte es der KSV clever. „Wir haben konzentriert weitergespielt, haben Druck aufgebaut und sind gut hinter die Kette gekommen“, sagte Trainer Nebe. Von den Gästen ging in dieser Phase überhaupt keine Gefahr aus. Einziges Problem: Die Nordhessen versiebten die besten Möglichkeiten. Allein in der Schlussviertelstunde der ersten Hälfte ließen sie vier hochkarätige ungenutzt. „Zur Pause hätte es eigentlich 3:0 für uns stehen müssen“, sagte Nebe.

Hätte. Hätte. Unmittelbar nach dem Wechsel gab’s die Quittung. Erst rutschte Patrick Krengel weg, Neuhofs Neven Vujica schnappte sich den Ball, schlug einen Haken, zog ab, und beim abgefälschten Schuss hatte KSV-Keeper Max Annemüller das Nachsehen. 1:1 (49.) – und dieser Ausgleich zeigte Wirkung.

Auf einen Schlag verpuffte das Baunataler Selbstvertrauen. „Wir haben Angst bekommen“, befand Nebe. Tatsächlich fehlte seinen Spielern fortan der Mut gegen nun leidenschaftlich verteidigende Gäste. Abwehrchef Borgardt sprach von Ideenlosigkeit. Auf jeden Fall war es unerklärlich, warum die Baunataler nach einer vielversprechenden ersten Hälfte komplett den Faden verloren.

Mittelfeldstratege Okan Gül drückte es so aus: „Wir haben nicht mehr über außen gespielt. Das ist schon bitter.“ Statt bis zur Grundlinie vorstoßen so wie in der ersten Hälfte, probierten es die Baunataler erfolglos durch die Mitte. Einfallslose Flanken aus dem Halbfeld waren leichte Beute für die Hünen in der Neuhofer Deckung. Abgesehen von einem Kopfball von Maximilian Blahout nach einer Ecke hatte der KSV keine Chance mehr. Und zu allem Übel musste auch noch Sattorov nach 70 Minuten mit Verdacht auf Bänderriss den Platz verlassen. Das tut wirklich weh.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.