Fußball-Verbandsliga

Einen Puffer schaffen: Willinger reisen zuversichtlich zur SG Ehrenberg

Marius Jung (Lichtenau)  und die Willinger Jan-Niklas Albers, hinten Nick Bärenfänger.
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Auch das wird nichts: Marius Jung (Lichtenau) schießt am Mittwochabend aufs Willinger Tor. Jan-Niklas Albers schaut gespannt zu, hinten Nick Bärenfänger.

Harte Wochen für die Verbandsliga-Fußballer des SC Willingen: Acht Spiele in 30 Tagen und in die dritte Partie dieser Reihe gehen die Upländer an diesem Samstag (16 Uhr) bei der SG Ehrenberg deutlich beflügelt.

Willingen – „Das waren irgendwie Bonuspunkte, unbedingt zu erwarten war der Sieg ja nicht“, sagt Trainer Rainer Schramme beim Blick zurück auf das 1:0 von Hessisch Lichtenau am Mittwochabend. Die Frage, die ihn und seinen Kollegen Dardan Kodra nun umtreibt: Was kann die Mannschaft für die kommenden Spiele mitnehmen. Sie führen sie neben Ehrenberg mit Gudensberg und Dörnberg zusammen, Gegner also, die ähnlich wie der SCW vor allem auf Abstand zur Roten Zone der Tabelle bleiben möchten.

„Es wäre optimal, diese Mannschaften hinter uns zu lassen und einen Puffer zu den Abstiegsplätzen zu schaffen“, sagt Schramme. Deshalb ist das Gastspiel morgen in der Rhön kein bisschen leichter als das beim Lichtenauer FV. Deshalb bemühen sich die Coaches, ihre Spieler zum gleichen unbedingten Engagement zu animieren wie vor zwei Tagen. „Es gilt eine ähnliche Spielstruktur auf den Platz zu legen wie in Lichtenau. Wir müssen nicht immer schön spielen“, sagt Schramme.

Der jüngste Auftritt war nicht von üppigem Ballbesitz geprägt. Der SCW stand tief, verteidigte aggressiv gegen ein dominanten, technisch stärkeren Gegner und suchte die Konterchance. Damit allerdings hatten die Upländer so ihre Mühe. Der letzte Pass in die Spitze habe mitunter gefehlt, diese „kleine Kritik“ übt der Trainer dann doch.

Für das Gastspiel auf dem Platz in Wüstensachsen (200 Kilometer Anreise) wünscht er sich vor allem präziseres Passspiel und konsequenten Torabschluss. „Wenn uns das gelingt, werden wir nicht mit leeren Koffern zurückkehren.“ Im Vorjahr gewann der SCW bei der SG nach vier Treffern in der letzten Viertelstunde mit 4:2.

Keine gute Nachrichten gibt es von Jerome Löber: Der Abwehr-Youngster hat sich vermutlich einen Muskelfaserriss zugezogen und dürfte mehrere Wochen ausfallen. Auch fehlt wie schon am Mittwoch der erkrankte Leon-Michele Peters.

Ehrenbergs Baustelle in der Defensive

Ohne Corona wäre die SG Ehrenberg womöglich kein Verbandsligist mehr. Der Vorjahresaufsteiger rangierte beim Saisonabbruch auf Abstiegsplatz 15. „Letztendlich haben wir auch davon profitiert, dass die Saison abgebrochen wurde“, räumt der neue Trainer Sebastian Vollmar ein.

Ganz oben auf der To-do-Liste des Übungsleiters für die zweite Runde in der Verbandsliga steht, die Defensive zu stabilisieren. In den 18 Partien der Vorsaison kassierte die SGE nicht weniger als 62 Treffer, Negativ-Rekord. Aktuell ist der Schnitt mit neun Gegentoren aus vier Spielen erheblich besser.

Viermal schenkte der SG am Mittwoch allein der SV Weidenhausen ein, als einige junge Akteure erstmals in der Startelf standen. „Wir haben uns hier in Summe gut verkauft und müssen unsere Punkte sicherlich gegen andere Mannschaften holen“, resümiert Vollmar nach der zweiten Niederlage hintereinander. Seinen „Dreier“ holte der Tabellenelfte zum Auftakt gegen Türkgücü Kassel (2:0).

„Mal schauen, was sich personell noch tut“, orakelt Vollmar. Ob Promi-Neuzugang Christoph Neidhardt (zuletzt beim Hünfelder SV) aufläuft, der bisher erst zehn Einsatzminuten hatte? Sicher scheint, dass Verteidiger Julius Jestädt wieder im Kader steht, er saß unter der Woche schon mal auf der Bank . Vollmar: „Er ist bereit für mehr Spielzeit.“ mn/rg

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