„Es ist einfach nur Pech“

Fußball-Hessenliga: FC Ederbergland hält gut mit, vergibt aber zu viele Möglichkeiten

Allendorf. Wie schon zum Start der Saison in der Fußball-Hessenliga muss der FC Ederbergland auch mit Beginn der Rückserie die Punkte artig bei den Spitzenteams der Liga lassen: 0:3 in Jügesheim, jetzt 1:3 gegen den FSV Frankfurt II.

Was allerdings auffällt: Die Gegner haben sich in ihrer Spielweise nicht verändert, der FCE schon. Die Mannschaft ist stärker geworden, hält selbstbewusster dagegen und tritt sogar zeitweise auf Augenhöhe auf. Was dennoch bleibt sind Niederlagen und mittlerweile wieder der letzte Tabellenplatz.

Wenn vor Weihnachten das Spiel in Eschborn vorbei ist, sind die die Partien gegen die drei führenden Teams der Liga Geschichte, der FCE trifft vornehmlich auf Teams, gegen die Siege her müssen. Doch Vorsicht: Darauf hatte man auch im Herbst gehofft – und es gab bei Niederlagen gegen Darmstadt, Seligenstadt, Griesheim und Fernwald sowie den Unentschieden gegen Lohfelden und Hünfeld eine enttäuschende Ausbeute.

Chancen nicht genutzt

Als Grund für die jüngsten Pleiten gegen die Spitzenteams muss eine Fußball-Phrase herhalten: Es gewinnt der, der mehr Tore schießt und es verliert derjenige, der mehr kassiert. Trainer Christian Hartmann brachte es nach dem Spiel gegen Frankfurt auf den Punkt, als er sagte, dass die Chancen nach vorn nicht genutzt, die Fehler in der Rückwärtsbewegung allerdings fast immer mit Gegentore bestraft würden.

Lange hatte man beim FCE gehoft, dass die Rückkehr von Dominik Karge und Felix Nolte neuen Schwung bringen würde. Die beiden Garanten für den letztjährigen Aufstieg in Hessens höchste Spielklasse waren lange verletzt. Karge ist über die Verbandsliga-Mannschaft immer noch dabei, Spielpraxis zu sammeln und sich an das Tempo in der Hessenliga zu gewöhnen.

Und Felix Nolte? Machte er vor seiner Verletzung aus Nichts Tore, muss er derzeit auf seinen Jubel verzichten. Gegen den FSV vergab er einen Elfmeter und eine Großchance, als er allein in Richtung Torwart marschierte, dann aber plötzlich quer legte, anstatt selber den Abschluss zu suchen. „Ingo Miß und Rene Eickhoff hatten gerufen, dass ich passen sollte“, kommentierte der Stürmer die Szene. „Ich dachte, sie stehen dann auch frei.“

Auch Noltes Ex-Trainer Wolfgang Werth spricht Mut zu. „Es ist auch einfach nur Pech. Natürlich schießen wir zu wenig Tore. Aber es ist kein grundlegendes Problem. Felix wird wieder treffen und mit dafür sorgen, dass der Klassenerhalt möglich bleibt. Wir haben die Qualität dazu.“

Beim FCE führt noch immer Tomi Pilinger die Torjägerliste mit vier Treffern an. Dabei hat der Polizist nur ein Drittel der Gesamtspielzeit auf dem Feld verbracht. Dafür trugen sich insgesamt 14 Spieler in die Torjägerliste ein.

Mit 28:50 Toren hat der FCE die meisten Treffer der Liga kassiert und die wenigsten geschossen. Mit ein Grund, warum die Rote Laterne wieder im Ederbergland steht. (zhw)

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