Fußball-Bundesliga: Wölfe feiern beim 2:0 über Stuttgart den ersten zweiten Heimsieg

Einstand nach Maß für Hecking

Applaus, Applaus: Wolfsburgs neuer Trainer Dieter Hecking weiß, bei wem er sich für seinen Einstand nach Maß beim 2:0 über den VfB Stuttgart zu bedanken hat: Bei Diego (li.) der ein Tor erzielte und einen Treffer vorbereitete. Foto: dpa

Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg und seine Heimspiele in der Fußball-Bundesliga – das ist auch weiterhin noch keine Erfolgsgeschichte. Beim 2:0 (0:0) am Samstag über den VfB Stuttgart hatte der Meister von 2009 lange Zeit erhebliche Mühe, den erst zweiten Heimdreier in dieser Saison perfekt zu machen. „Das Schönste, was man als Trainer sagen kann ist, wenn man nach einem 2:0-Sieg noch viel zu verbessern hat“, meinte Wolfsburg Trainer Dieter Hecking.

Zumindest für Hecking, der kurz vor Weihnachten vom 1. FC Nürnberg in die ost-niedersächsische Provinz wechselte, war es ein erfolgreiches Debüt bei seinem neuen Klub. Dank Diego sogar ein Einstand nach Maß. Denn der Spielmacher, mit 8,2 Millionen Euro einer der bestbezahltesten Spieler Europas, war in der Kältekammer Volkswagen-Arena der alles überragende Akteur. In der 51. Minute schnappte sich der Brasilianer an der Mittellinie das Leder, umkurvte drei Stuttgarter Gegenspieler und traf mit einem Distanzschuss zum 1:0. Ein Treffer, bei dem Stuttgarts Torhüter Sven Ulreich patzte und die Kugel nur noch an den Innenpfosten abfälschen konnte. Und Diego legte nach. Der fünffache Wolfsburger Torschütze glänzte weiter mit Alleingängen, riss die Verantwortung aber auch bei Standardsituationen an sich. Diegos Freistoßflanke in der 67. Minute verwertete Wolfsburg Innenverteidiger Alexander Madlung per Kopf zum 2:0. Kein Wunder deshalb, dass VfB-Trainer Bruno Labbadia hinterher der verpassten Chance nachtrauerte. „Die Einzelqualität von Diego war entscheidend. Erst mit seinem Solo, danach mit seiner starken Vorlage zum zweiten Tor. Dabei haben wir eigentlich ein gutes Auswärtsspiel gezeigt.“

In der Tat spielten die Schwaben bei Minustemperaturen lange Zeit auf Augenhöhe, hatten in der Offensive aber fast gar nichts zu bieten. „Uns hat die Effizienz gefehlt“, bemängelte Labbadia, bei dessen Team sich das Fehlen des gesperrten Vedad Ibisevic bemerkbar machte.

„Ein glücklicher Sieg“

Hecking hakte den erfolgreichen Einstand schnell ab, sprach von einem Arbeitssieg. „Ich bin nicht zufrieden, wie die Mannschaft gespielt hat. Vor allem in der ersten Hälfte waren wir viel zu verhalten, das war insgesamt ein glücklicher Sieg. Glücklich dürften aber auch einige Wolfsburger Spieler gewesen sein. Zum Beispiel Madlung, der zuvor ein Reservistendasein fristete. Bei seinem Startelfdebüt glänzte der dienstälteste VfL-Spieler gleich als Torschütze. Auch Christian Träsch stand wieder in der Startelf, konnte aber ebenso wenig Akzente setzen, wie 7,5 Millionen-Euro-Neuzugang Ivan Perisic.

Von Ralf Walle

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.