Eintracht dreht nach Pause auf

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Schneller am Ball: Felix Bredow von der TSG Sandershausen (rechts) gewinnt einen Zweikampf gegen den Johannesberger Eric Stephane Kengni Fotsing. 

In der Fußball-Verbandsliga setzte sich der GSV Eintracht Baunatal mit 2:1 gegen Willingen durch.

Baunatal. Dass sie den Platz als Sieger verlassen würden, war zur Pause nicht zu erwarten. Denn bis dahin taten sich die Verbandsliga-Fußballer des GSV Eintracht Baunatal mit den Gästen vom SC Willingen mehr als schwer und lagen 0:1 zurück. Nach klarer Steigerung im zweiten Abschnitt wurde der Aufsteiger bei seiner Ligapremiere mit einem glücklichen, aber nicht unverdienten 2:1-Sieg belohnt.

Zunächst aber herrschten Matthias Bott und Tobias Schumann, die dynamischen Sechser der Gäste, im Mittelfeld. Überhaupt standen die erfahrenen, laufstarken Willinger kompakt und spielten mit guter Raumaufteilung. Der GSV hingegen mühte sich ohne Erfolg um zielstrebigen Aufbau. Oft fehlten die Anspielstationen. Wenn es sie gab, mangelte es am Verständnis. So blieben lange Bälle auf Niels Willer als Mittel. Es stellte sich als untauglich heraus, weil die Pässe meist ungenau kamen und der Angreifer zudem in vorderer Linie kaum Unterstützung erfuhr.

Kurz vor der Pause musste Baunatal zwei Rückschläge hinnehmen. Zunächst schied Niklas Leck, einer von vier Neuzugängen in der Startelf, mit einer Knieverletzung aus. Dann zog Bott aus 18 Metern ab, und der Ball prallte von der Unterkante der Latte zum 1:0 der Gäste ins Netz (44.).

„Ja, die erste Halbzeit war nicht so sonnig“, sagte GSV-Trainer Thomas Kraus, „da haben wir Willingen im Zentrum zuviel Platz gelassen.“ Dies änderte sich. „Ausschlaggebend für die Wende war, dass Christopher Löbel die Räume dichtgemacht hat. Das haben wir in der Pause so abgesprochen“, erklärte Kraus.

Die Eintracht kam zu ersten Möglichkeiten. Einen Kopfball von Christian Krug parierte Willingens Schlussmann Michael Schirk (47.). Wenig später schlug Willer zu. Nach einer schlecht verteidigten Flanke setzte der Torjäger zum Fallrückzieher an, traf den Ball optimal und ließ Schirk beim 1:1 keine Chance (55.).

Willingen erholte sich rasch vom Ausgleich, aber die Baunataler hielten, auch beseelt vom ersten Verbandsligator, noch stärker gegen. Die Partie verlief auf Augenhöhe und schien auf eine Punkteteilung hinauszulaufen. Bis der eingewechselte Marlon Reith gegen die offene Willinger Deckung steil geschickt wurde, die Nerven behielt, und den Siegtreffer erzielte.

„Das war eine harte Nuss. Aber wir haben allmählich die tiefen Bälle der Willinger Sechser in die Spitze besser unterbunden“, sagte Nils Stollmaier. Worüber der GSV-Kapitän besonders erfreut war: „Der Sieg war das wichtige Zeichen, dass wir auch als Aufsteiger in der Liga ein Spiel drehen können.“

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