Eintracht Northeim: „Das ist ein geiles Gefühl!“

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Mit vereinten Kräften: Die Northeimer Marius Nutt (vorne) und Alexander Knopf (im Hintergrund) stoppen den Ex-Northeimer Maurice Franke. Durch den 2:0-Erfolg über FT Braunschweig kletterte Eintracht auf den fünften Tabellenplatz. 

Der südniedersächsische Fußball wird in der Gruppe Hannover/Braunschweig der zweigeteilten Oberliga mit zwei Klubs vertreten – und diese beiden Klubs geben derzeit den Ton an. Eintracht Northeim, das seit vier Partien ungeschlagen ist und Aufsteiger SVG Göttingen, der in den bisherigen sechs Partien noch gar keine Niederlage kassierte.

Northeims Trainer Jan Ringling war nach dem 2:0 über FT Braunschweig erleichtert. Darüber, dass Eintracht durch den zweiten Sieg in Folge die Abstiegsränge verließ und jetzt Fünfter ist. Aber auch darüber, dass das mit großem Abstand jüngste Team der Liga im Konzert der etablierten Teams mithalten kann. „Dieser Sieg ist enorm viel Wert. Die Turner sind viel besser, als es ihr vorletzter Tabellenrang widerspiegelt“, meinte Ringling über den Gegner, der dem Spitzenreiter SVG Göttingen in der Vorwoche noch ein torloses Remis abtrotzte.

Im Gustav-Wegner-Stadion präsentierten sich die Gäste aus der Löwenstadt aber nur wie zahme Schmusekätzchen. In der ersten Hälfte hatten die Turner gar keine echte Chance, nach dem Seitenwechsel drei, vier Möglichkeiten. Eintracht-Keeper Christopher Meyer verlebte einen ruhigen Nachmittag, was vor allem daran lag, dass seine Vorderleute fast alles abräumten, was in Tornähe kam.

Ein Musterbeispiel für den Northeimer Aufschwung ist Massimo Röttger. Der rechte Verteidiger absolvierte bislang alle sechs Spiele über 90 Minuten, grätschte und rackerte und räumte nicht nur ordentlich auf seiner Seite auf, sondern kurbelte auch noch die Offensive an. „Wir haben gekämpft und die Chancen genutzt“, meinte der 19-Jährige, der sich mächtig über den zweiten Saisonsieg freute. „Keiner hat von unserer jungen Mannschaft erwartet, dass wir vier Spiele ungeschlagen bleiben und eine Mannschaft wie FT Braunschweig schlagen. Das ist ein geiles Gefühl!“

Grundsätzlich war Dennis Erkner mit dem 1:1 der SVG Göttingen im Aufsteigerduell beim SV Ramlingen-Ehlershausen zufrieden. Aber es hätte eben auch ein Sieg sein können, hätte Ali Ismail die hundertprozentige Chance in der Nachspielzeit zum 2:1 genutzt, als er nur den Pfosten traf. Aber weder der SVG-Trainer noch der 2. Vorsitzende Thorsten Tunkel wollte ihrem Stürmer einen Vorwurf machen. „Ali hat sich am meisten darüber geärgert. Er hat uns aber auch schon mit seinen Toren einige Punkte gesichert“, meinten beide unisono. „Wir sind Aufsteiger, und aus dieser Position heraus spielen wir Fußball, und ich denke, bisher haben wir das gut gemacht“, so Erkner. Nur gut, dass die Konkurrenz um die Tabellenspitze patzte, sodass die Schwarz-Weißen weiter die Tabelle anführen.

„Es ist alles gut. Wir haben einen glücklichen Punkt mitgenommen, denn Ramlingen war die bessere Mannschaft“, meinte Tunkel, der glaubt, dass Ismail nach dieser verpassten Siegchance „stark genug sein, er wird zurückkommen und uns einen Treffer bescheren, der uns guttun wird“. Überragend, so Tunkel, seien die bisher erreichten zwölf Punkte aus sechs Spielen sowieso.  raw/wg-gsd

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