Kasseler Kreispokal-Viertelfinale

SG Landwehrhagen/Benterode unterliegt OSC Vellmar nur knapp

Perfekte Vorlage: Das Zuspiel von David Fichte (vorn) auf Torschütze Nino Röther sorgte noch mal für Hoffnung. In dieser Szene klärt der Offensivspieler allerdings vor dem eigenen Kasten.
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Perfekte Vorlage: Das Zuspiel von David Fichte (vorn) auf Torschütze Nino Röther sorgte noch mal für Hoffnung. In dieser Szene klärt der Offensivspieler allerdings vor dem eigenen Kasten.

Mehrere Überraschungen hatten die Fußballer der SG Landwehrhagen/Benterode im laufenden Kreispokal-Wettbewerb schon geschafft, doch am Sonntag bedeutete das Viertelfinale die Endstation.

Benterode – Fußball-Verbandsligist OSC Vellmar ließ sich in Benterode nicht überraschen und setzte sich gegen den A-Ligisten mit 2:1 (1:0) durch. Die Platzherren schlugen sich also sehr achtbar. „Man kann nur erneut vor dieser Mannschaft den Hut ziehen“, war SG-Trainer Andreas Kühne trotz der Niederlage stolz auf seine Truppe, die nach dem Abpfiff Applaus der Zuschauer erhielt.

Die SG hatte auch die Ausfälle der höherklassig erfahrenen Christian Wedel, Marc Zuschlag und Jan Gude weggesteckt und setzte zu Beginn auf eine Überrumplungstaktik. Denn in den ersten Minuten waren die Gastgeber häufiger in der Offensive als die Vellmarer. Der OSC hatte übrigens Torjäger Aytemür und Verteidiger Tim Welker sowie den Ex-Gimter Linor Demaj für das Kellerduell der eigenen Zweiten in Heiligenrode abgestellt (5:2-Sieg). Das deutete schon darauf hin, dass die Gäste sich dieses Pokalspiel gegen die drei Klassen tiefer eingestuften Staufenberger vermutlich leichter vorgestellt hatten. Doch eine halbe Stunde lang ließ die SG keine einzige Großchance zu. Die Mannschaft zeigte über 90 Minuten eine ausgezeichnete Defensive mit den Innenverteidigern Philip Dörner und Marvin Stöbener. Dank hoher Laufbereitschaft wurden die ballführenden Vellmarer immer wieder gestellt. Dass der OSC dann doch in Führung ging, war einer zentimetergenauen Flanke auf den linken Fuß von Oliver Scherer zu verdanken, der per Direktabnahme dem guten Schlussmann Luis Schönebach keine Chance ließ. Auf der anderen Seite strich zumindest Mike Wolterts Fernschuss nur knapp über den Kasten.

Nach dem Seitenwechsel bestimmte Vellmar weiter eindeutig das Geschehen und war auf den zweiten Treffer aus. Der ließ zunächst auf sich warten. Schönebach fischte einen Trump-Kopfball aus dem Winkel, und Enes Glogic setzte einen Handelfmeter nur an die Querlatte. Zwei Minuten später machte es Marko Utsch ebenfalls vom Elfmeterpunkt besser. Zuvor hatte Marius Adolf Nico Möller zu Fall gebracht.

Da Vellmar, in dessen Reihen Trainer Jörg Müller (46) einen souveränen Innenverteidiger spielte, weiter auf Offensive setzte, kam Landwehrhagen/Benterode in der Schlussphase zu mehreren Konterchancen, die aber ungenutzt blieben. Die SG besaß sogar noch die Kraft, selbst Druck auszuüben. Daraus entstand der Anschluss: David Fichte spielte einen tollen Flachpass durch den gesamten Strafraum, und am zweiten Pfosten traf Nino Röther zum 1:2 (85.). Für mehr reichte es bis zur fünften Minute der Nachspielzeit nicht mehr. Letztlich gelang das, was sich Trainer Kühne erhofft hatte: ein gefühlt positiver Jahresabschluss.

SG Landw./Benterode: Schönebach – Scholl, Dörner (87. Arand), Stöbener, J. Röther – Herrmann, Adolf – Max Zuschlag (66. N. Röther), T. Gude, Fichte – Woltert
Tore: 0:1 Scherer (41.), 0:2 Utsch (64.), 1:2 N. Röther (85.) (Manuel Brandenstein)

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