SG Edertal will im Derby erste Punkte

Englische Woche in der Kreisoberliga: Trio verteidigt seine weiße Weste

Geht der Start nach Maß weiter? Kevin Sobotta (rechts), am Sonntag zweifacher Torschütze für seine Mannschaft, will mit dem TuS Bad Arolsen auch in Sachsenhausen bestehen. Lelbach/Rhena (hier mit Marvin Schade) empfängt heute den ebenfalls noch unbesiegten SC Willingen II.
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Geht der Start nach Maß weiter? Kevin Sobotta (rechts), am Sonntag zweifacher Torschütze für seine Mannschaft, will mit dem TuS Bad Arolsen auch in Sachsenhausen bestehen. Lelbach/Rhena (hier mit Marvin Schade) empfängt heute den ebenfalls noch unbesiegten SC Willingen II.

Pleiten drücken nicht lange aufs Gemüt, Erfolge können nicht lange genossen werden – in der Kreisoberliga Waldeck rollt schon an diesem Mittwoch (19 Uhr) wieder der Ball.

Die „englische Woche“ gibt weiter Aufschluss darüber, wer die lange Pause gut weggesteckt hat und den Saisonauftakt als gelungen einstufen kann. Als gute Kandidaten dafür gehen sechs noch unbesiegte Teams in ihre Duelle: Die SG Wesetal verteidigt die weiße Weste zu Hause gegen den TSV Berndorf, der TuS Bad Arolsen beim Gruppenliga-Rückzieher SV Freienhagen/Sachsenhausen.

Die Partien Blau-Gelb Korbach gegen SG Eppe/Nieder-Schleidern und VfR Volkmarsen gegen SG Höringhausen/Meineringhausen finden erst am 1. September statt.

Mengeringhausen II – TSV/FC Korbach. Der TuSpo steht heute ab 18.30 Uhr vor der nächsten Herkulesaufgabe, wie es Betreuer Thomas Mertens beschreibt. Dass es bei den Hansestädtern (eine Niederlage und ein knappes 5:4 gegen Eppe) noch holpert – wobei sie dennoch Favorit sind – macht Betreuer Thomas Mertens wenig Hoffnung. „Wir haben nichts zu verlieren, wollen den Favoriten zumindest ein wenig ärgern und versuchen, mit einem achtbaren Ergebnis aus der Nummer herauszukommen“, sagt er. Personell sieht es bei den Grün-Weißen noch düsterer aus, als es an einem Wochenende wäre.

Freienhagen/Sachsenhausen – Bad Arolsen (in Sachsenhausen). Die SV ist mit vier Punkten ordentlich in die neue Saison gestartet, was dem im Umbruch befindlichen Team Auftrieb geben dürfte. Davon bringt aber auch Bad Arolsen reichlich mit – die Elf um die treffsicheren Offensivkräfte Berger und Sobotta hat schon zweimal gewonnen.

Lelbach/Rhena – Willingen II (in Rhena). Trotz der 2:4-Niederlage in Arolsen zeigte sich die SG um den stark aufspielenden Neuzugang Tobias Schumann sehr druckvoll. Mit der Einstellung will sie gegen die Upländer in die Erfolgsspur finden. Der noch unbezwungene Gast war mit dem 2:0 Sieg gegen allerdings ersatzgeschwächte Eintrachtler aus dem Edertal zufrieden. Trainer Manfred Feistner: „wir haben hinten gutgestanden und nach vorne einige gute Chancen erarbeitet“. Mit dieser Taktik ist auch der dritte Sieg in Folge möglich.

Eintracht Edertal – Adorf/Vasbeck (in Bergheim). Eintracht-Trainer Günter Klose war mit der Einstellung seiner ersatzgeschwächten Truppe durchaus zufrieden, wenngleich es eine verdiente 0:2-Niederlage in Rattlar setzte. Sollte sich die Personalsituation bessern, ist auch gegen die Diemelsee-Truppe was drin. Der urlaubende Gästetrainer Kristian Willeke sieht die Eintracht als spielstarken Gegner mit viel Qualität, weiß deren Ergebnisse aber noch nicht richtig zu deuten. „Wir wollen aber die Euphorie aus dem letzten Spiel mitnehmen und da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Dann haben wir die Chance, die Punkte mit nach Hause zu nehmen.“

Bad Wildungen/Friedrichstein II – SG Edertal. Im Süd-Duell stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die jeweils ihre beiden Spiele verloren haben, aber trotzdem keine schlechten Kritiken bekamen. Die Wildunger kassierten die K.o.-Treffer jeweils in den Schlussphasen. „Es liegt aber nicht an der Kondition“, sagt Trainer Carsten Laun, „eher an Erfahrung und dem fehlenden Quäntchen Spielglück“. Heute sieht er für sein Team ein „ganz wichtiges Spiel“ und will den ersten Heimsieg einfahren.

Mit Hilfe aus dem Kader der Ersten ist daher zu rechnen. „Ich hoffe aber, dass das nicht wieder spielentscheidend wird“, sagt Edertals Trainer Mathias Siebert rückblickend auf die vorige Saison, in der seine Elf gegen Bad Wildungen (2:3) „eines unserer besten Spiele“ gezeigt habe. Gruppenliga-Mann Waldemar Schubert sorgte mit drei Treffern aber dafür, dass Siebert und Co. leer ausgingen. Diesmal wollen die sich für den Aufwand punktemäßig mal belohnen.

Wegen des möglichen Flutlichteinsatzes wird die Partie auf Kunstrasen ausgetragen.

Wesetal – Berndorf (in Gellershausen). Zwei Spiele, zweimal 3:1 – die Wesetaler können nicht klagen zum Einstand, zumal sie wenig fehlendes Personal hat. Für das Trainerduo Döring/Schwalm heißt es nun: Alle auf dem Teppich und die Konzentration hoch halten. Die Berndorfer wird man nicht im Vorbeigehen schlagen, was zuletzt Top3-Kandidat Volkmarsen zu spüren bekam. Die schwere Verletzung von Mathias Westmeier, der seine Karriere wahrscheinlich beenden wird, hat die TSVler mitgenommen, aber sie setzt vielleicht auch einen Trotzeffekt frei.

Usseln – FSG Buchenberg/Ederbringhausen. Nach der unglücklichen knappen Derbyniederlage gegen Willingen II (0:1) folgte eine passende Antwort beim 5:1-Sieg gegen Blau-Gelb. „Dieser Sieg war auch wichtig, denn sonst wäre gegen Buchenberg schon Druck auf dem Kessel gewesen. So können wir das nun entspannter angehen als der Gegner“, meint TuS-Coach Michael Peters.

Während die Upländer nachlegen wollen, hofft Marvin Brussmann auf den ersten Punkt. Allerdings: Zwar ist der Einsatz des am Sonntag verletzt ausgeschiedenen Ionut Lixandru noch offen, aber drei Akteure fehlen zusätzlich berufsbedingt. „Es wird sehr hart“, sagt der Spielertrainer, „was natürlich nicht heißt, dass wir das Spiel abschenken.“ (Detlef Vesper)

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