Fußball-Oberliga: 0:4 gegen den FC Hansa Lüneburg, 0:2 gegen den TSV Ottersberg

RSV 05 enttäuscht total

Die 0:4-Pleite: Lüneburgs Felix Beck (19) schießt 05 weg. Gleich klingelt’s gegen Matthes, Rudolph (5) und Torwart Holzgrefe.

Göttingen. „Die Luft ist raus?!“ Besser als die Fans, die diese Devise auf ein Transparent gemalt und im Jahnstadion platziert hatten, es getan haben, hätten die beiden Spiele des RSV Göttingen 05 in der Fußball-Oberliga Niedersachsen nicht auf den Punkt gebracht werden können. Am Ostersamstag gab es eine desaströse 0:4-Klatsche gegen den FC Hansa Lüneburg, am Ostermontag setzte es eine 0:2-Niederlage gegen den TSV Ottersberg.

RSV 05 - TSV Ottersberg 0:2 (0:1). Gegenüber dem Lüneburg-Spiel hatte 05-Trainer Jozo Brinkwerth seine Mannschaft völlig umgekrempelt. Sechs Positionen hatte er neu besetzt. „Der Trainer hätte auch auf elf Positionen umkrempeln können“, meinte 05-Team-Manager Jan Steiger nicht ohne eine gewisse Portion Sarkasmus.

Zumindest war den neu in die Mannschaft gerückten Spielern durchaus das Bemühen anzumerken, gegen die Ottersberger eine akzeptable Leistung den nur noch 189 unverzagten Zuschauern zu bieten. So hatte Daniel Washausen eine gute Torchance bereits in der neunten Minute, als er von rechts in den gegnerischen Strafraum eindrang, TSV-Keeper Tim Eggert aber abwehren konnte.

Während auf der anderen Seite Lord Hoopmann sich in der 19. Minute den Ball frei auf das Göttinger Gehäuse zusteuernd zu weit vorlegte und 05-Torwart Dennis Koch klären konnte, war Alexander Neumann nur neun Minuten später erfolgreicher. Derselbe Spieler war es auch, der in der 76. Minute mit seinem zweiten Treffer für die endgültige Entscheidung sorgte, als er ein Missverständnis zwischen Koch und 05-Verteidiger Christian Horst nutzte und den Ball aus 22 Metern ins verwaiste Göttinger Tor schoss.

RSV Göttingen 05 - Hansa Lüneburg 0:4 (0:3). Die Vorstellung des RSV 05 gegen den FC Hansa Lüneburg passte am Ostersamstag zum Wetter. In der ersten Halbzeit fing es an zu schneien - von Feuer auf dem Feld war bei den Schwarz-Gelb-Grünen nichts zu sehen. Das Team lieferte eine absolute Trauer-Vorstellung ab, die mit Fünftliga-Fußball wenig zu tun hatte.

„Eigentlich hab’ ich nichts zu sagen“, war Trainer Jozo Brinkwerth perplex, machte zuvor aber auch keine Anstalten, seiner Mannschaft verbal in den Hintern zu treten, was sie zweifellos gebraucht hätte. Wenn die eigenen Fans ihre Mannschaft verhöhnen („Europapokaaaal“ und „Oh, wie ist das schön“), ist dies ein schlimmes Zeichen.

Die vor dem Spiel hinter den RSVern platzierten Lüneburger wussten offenbar gar nicht, wie ihnen geschah. Dankend nahmen sie die Geschenke der 05er an, wobei sich besonders Felix Beck hervortat, der nach Pass von Gierke fast freistehend zum 0:1 traf. Im Nachsetzen und nach einem Fast-Eigentor von Saciri machte er nur 120 Sekunden später den Doppelschlag perfekt, von dem sich die Göttinger nun gar nicht mehr erholten. Als Aidara dann flach in die lange Ecke zum 0:3 traf, war das trostlose Match schon gelaufen. Mit seinem dritten Treffer machte Beck das Göttinger Debakel perfekt.

Auch die Wechsel zur zweiten Hälfte zeitigten beim Brinkwerth-Team überhaupt keinen Erfolg. Nach rund einem halben Jahr Verletzungspause kam Daniel Washausen erstmals wieder zum Einsatz. Er (72.) und Förtsch (75.) hatten noch zwei Chancen, doch mehr war nicht. 05-Innenverteidiger Christian Horst dürfte sich seinen 22. Geburtstag so sicherlich nicht vorgestellt haben. (haz/wg-gsd)

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