Doppel-Torschütze Herpe und Fischer sichern FCS-Sieg - SG beklagt Schultz-Ausfall

Erdem als guter Vorbereiter

War an der Entstehung aller drei Treffer beteiligt: Schwalmstadts emsiger Serkan Erdem (links, hier gegen Neuental/Jesbergs Tim Kleinmann). Im Hintergrund: Schiedsrichter Awada. Foto: Kasiewicz

Treysa. Es war der schönste Angriff dieses Fußball-Spiels: Timo Brauroth passt überlegt auf die Außenbahn zu Nico Langhans. Mit seinem starken linken Fuß schlägt dieser den Ball vor das Tor der SG Neuental/Jesberg. Dort leitet Serkan Erdem mit etwas Glück per Kopf das Leder zu Sefa Cetinkaya weiter, dessen Zuspiel verwertet Torjäger Patrick Herpe gekonnt.

Kein unwichtiger Treffer, denn das 1:0 in der 15. Minute bildete den Grundstein zum 3:0 (1:0)-Heimsieg des 1. FC Schwalmstadt im Verbandsliga-Derby gegen die Elf aus dem Kellerwald. Zudem spiegelte es die „absolute Überlegenheit“ (FCS-Coach Keim) der Schwälmer im ersten Abschnitt wider. Schon kurz zuvor hätten die Hausherren vor 300 Zuschauern auf Kunstrasen in Treysa in Führung gehen können: Zunächst, als Erdem nach Cetinkaya-Flanke am Kasten vorbei geköpft hatte (12.), dann, als sich Erdem das Spielgerät nach Vorarbeit von Steven Preuß und Herpe zu weit vorgelegt hatte (13.).

„Wir haben richtig gut angefangen“, freute sich Christoph Keim. Zumal sein Team den Gästen keinen Raum ließ, um selbst zu Möglichkeiten zu kommen. Eine Direktabnahme von Kapitän Tobias Wolf (27.), der das FCS-Gehäuse klar verfehlte, sowie ein langer Ball von Dominik Pretz auf Steffen Schmitt (28.), der aber nicht zum Abschluss kam, waren die einzigen Torannäherungen des Außenseiters in der ersten Halbzeit. Allerdings hatten die Hauer-Schützlinge, defensiv durchaus gut organisiert, auch Pech, dass nach Kai Wölk (privat verhindert) mit Frank Schultz (Sprunggelenksprobleme) beim Warmmachen eine wichtige (Angriffs-)Stütze wegbrach.

Nach dem Wechsel waren hochkarätige Chancen weiterhin Mangelware. Bevor der FCS erhöhte, verzeichneten beide Seiten gerade einmal je eine Schuss-Gelegenheit: Tim Kleinmann für die SG (55.), Herpe für die Heimelf (65.).

Das 2:0 durch Herpe (77.) brachte jedoch den Gast aus dem Kellerwald auf die Palme. Der Grund: Dem Treffer soll ein Handspiel von Schwalmstadts Nils Fischer vorausgegangen sein, als Jesbergs Alexej Möller das Leder aus der Gefahrenzone befördern wollte. Die Pfeife des Unparteiischen Wisssem Awada aus Kassel blieb aber stumm. So konnte Erdem für Herpe auflegen.

Auch vor dem 3:0 des FCS gab es Aufregung. So ahndete der Schiedsrichter ein vermeintliches Foul an SG-Stürmer Florian Bruder nicht. Den anschließenden Konter über Erdem schloss Fischer mit dem Treffer zum Endstand ab (84.). Nachdem Jan-Philipp Trümner noch eine Chance für die Schwalmstädter ausgelassen hatte, hatte kurz darauf sein Mitstreiter und Torwart Sacir Nikocevic seinen ersten echten Einsatz an diesem Nachmittag: bei einem Schuss von Lukas Knigge (88.). Ein weiteres Indiz dafür, dass der FCS als verdienter Sieger das Feld verließ. • FCS: Nikocevic - Trümner, F. Seck, Bräutigam, Liebermann - Preuß, Brauroth - Cetinkaya (61. Fischer), Herpe, Langhans (36. Konle) - Erdem (85. S. Schneider). SG: George - Alheit, Zahirovic, Priester, Möller - Schmitt (83. Mamerow), Wolf, Kleinmann, Knigge - Pretz, Steffens (66. Bruder). SR: Awada (Kassel). - Z: 300. Tore: 1:0, 2:0 Herpe (15., 77.), 3:0 Fischer (84.).

Von Björn Mahr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.