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Erfolgreicher Rettungseinsatz: Aushilfe Daniel Standke Garant des Berndorfer Klassenerhalts

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Von: Jürgen Heide

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Zuletzt regelmäßig 2019 am Ball: Der Berndorfer Stürmer Daniel Standke (rechts), der hier von Marvin Schade (Lelbach/Rhena) angegriffen wird.
Zuletzt regelmäßig 2019 am Ball: Der Berndorfer Stürmer Daniel Standke (rechts), der hier von Marvin Schade (Lelbach/Rhena) angegriffen wird. © Worobiow

– Am vergangenen Samstag wurde Daniel Standke bei der Saisonabschlussfeier des TSV Berndorf groß gefeiert. Den Applaus seiner Mitspieler und des Trainerteams des Fußball-Kreisoberligisten hatte sich der Offensivmann auch redlich verdient.

Berndorf Mit seinen acht Treffern in seinen drei Rückrundeneinsätzen im Mai hatte der Aushilfskicker wesentlich zum Klassenerhalt des TSV beigetragen.

Am 5:0 (3:0)-Erfolg der Berndorfer am 4. Mai über die SG Edertal, die sich später als Hauptkonkurrent der Mannschaft von Trainer Jürgen Ihlefeld im Kampf um den für den Ligaverbleib rettenden achten Platz herausstellen sollte, hatte Standke mit seinen drei Toren sehr großen Anteil. Darunter dem Führungstreffer zum 1:0 (9.), „mein erster Schuss war gleich ein Treffer“, dem er das 4:0 (49.) und 5:0 (58.) folgen ließ. „Aber da haben wir auch eine gute Mannschaftsleistung gezeigt“, sagt der Stürmer bescheiden.

Verantwortung beim Elfmeter übernommen.

Nachdem er dann bei den folgenden zwei Spielen fehlte, war der Angreifer beim 3:2 (1:2)-Erfolg über den TuSpo Mengeringhausen II mit seinen erneut drei Toren (1:1, 55., 2:2, 64., 3:2, 77.) zusammen mit Torwart Yannic Schulze, der einen Elfmeter von Yannic Weiss parierte (90.) der Matchwinner. Das Siegtor erzielte Standke dabei nach einem Handelfmeter. „Da wollte keiner die Verantwortung übernehmen. Da dachte ich, na gut, mach‘ ich es“, schildert der frühere 2. Vorsitzende des TSV Berndorf die Situation.

Weil die SG Edertal im Saisonfinale beim SC Willingen über ein 0:0 nicht hinauskam, blieben die Berndorfer trotz der 2:3 (1:1)-Niederlage bei der SG Bad Wildungen/Friedrichstein II aufgrund des besseren direkten Vergleichs in der Klasse. Dabei hatte Standke zum 1:0 nach 20 Sekunden und und zum Endstand (86.) getroffen. Weil das Spiel in Willingen länger dauerte, „haben wir dann am Handy bis zum Abpfiff dort mitgefiebert“, erzählt der Hobbytischtennisspieler, wobei ein in Willingen weilender Berndorfer die TSV-Spieler über die Partie im Upland informiert hatte.

Standke: „Ich habe das gerne gemacht“,

Nach dem großen Jubel über den Ligaerhalt noch auf dem Platz in Bad Wildungen ging es dann zur Feier ins Sportheim nach Berndorf. „Wir waren natürlich alle froh, dass wir den Klassenerhalt geschafft hatten“, sagt Standke, der sich über den Beifall seiner Mitspieler, „das war schön zu sehen“, natürlich freute. „Ich habe das gerne gemacht“, sagt der Offensivmann, der 2019 „wegen der Familie“, zu der Frau Lena und die Söhne Moritz (7 Jahre) und Oskar (4) gehören, mit denen er in Lengefeld wohnt, seine Fußballschuhe eigentlich ausgezogen hatte.

Seitdem hatte er nur drei Spiele für die 2. Mannschaft in der B-Liga bestritten, bevor er in der Hinrunde im Kreisoberligateam zweimal ausgeholfen hatte. Natürlich war Standke wegen seiner fußballerischen Qualitäten diesbezüglich viel öfter gefragt worden, aber erst, als es für den TSV in die entscheidende Phase der Saison ging, sagte er für drei Spiele zu. „Ich habe gedacht, dass ich noch einmal helfen muss, denn ich wollte nicht, dass der Verein absteigt“, sagt er über den Klub an dessen Waldecker Pokalsieg er 2018 maßgeblichen Anteil hatte.

Als größtes Ereignis seiner Fußballerlaufbahn ist dem gebürtigen Berndorfer aber die Partie 2012 gegen Werder Bremen in Erinnerung geblieben. „Das war ein Supererlebnis da dabei zu sein“, erinnert sich der Torjäger noch gerne an die 1:13-Niederlage gegen den Erstligisten vor 4125 Zuschauern zurück. Standke, der in seiner KOL--Zeit bis zur Saison 2018/2019 in Berndorf in fast allen Spielzeiten zweistellig traf, will auch nun nicht ausschließen, dass er bei seinem Heimatverein noch einmal einspringt, „aber nur, wenn Not am Mann ist“. (jh)

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