FSC Lohfelden triumphiert in den letzten Sekunden gegen OSC Vellmar

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Musste im Finale absolut alles geben: Turniersieger FSC Lohfelden mit (hinten von links): Jörg Odensaß, René Huneck, Vyacheslav Petrukhin, Viktor Schan, Alexander Schrenke, Kamil Cichy, Daniel Beyer sowie (vorn von links) Mario Wörmann, Antonio Bravo-Sanchez und Eugen Klukin.

Baunatal. Hörte man sich vor dem Finale um, sahen viele den FSC Lohfelden als Favoriten. Dass die Angelegenheit beim 26. Baunataler Hallenfußball-Turnier des GSV Eintracht dann bis fast zum Schluss packend und spannend wurde, lag auch am weniger stark eingeschätzten Endspielgegner, dem OSC Vellmar.

Erst in den letzten Sekunden sorgte Daniel Beyer mit dem 6:4 für den FSC für die endgültige Entscheidung.

Mit 3:1 waren die Lohfeldener bereits weggezogen, ehe Jubin Ansari die Vellmarer wieder auf Augenhöhe brachte. Dominik Lohne und Nasuf Zukorlic vergaben die Führung für den OSC, ehe Antonio Bravo-Sanchez und Jörg Odensaß für den FSC wieder vorlegten. Mentor Latifi konnte dann noch einmal verkürzen, ehe Daniel Beyer den Schlusspunkt setzte.

Mario Deppe nahm’s gelassen. „Wir wollten ins Finale. Das haben wir geschafft und dort sogar unser bestes Spiel geliefert“, meinte Vellmars Trainer. Ein wenig ärgerlich fand er bloß, „dass wir bei drei gegnerischen Toren mitgeholfen haben.“

Noch aufgeräumterer Stimmung war Carsten Lakies. Der FSC-Trainer feierte gestern seinen 41. Geburtstag und sah sich mit dem Turniersieg beschenkt. „Für uns war es schon ein Erfolg, dass wir nach dem frühen Aus beim Turnier des FSV Kassel diesmal den zweiten Tag erreicht haben“, frozzelte er ein wenig sarkastisch.

Weniger glücklich als der Trainer schien der stellvertretende Abteilungsleiter. Willi Becker, derzeit in Verhandlungen mit René Huneck, behagte der vorzügliche Auftritt seines Torjägers anscheinend nicht so recht. „Das wird teuer für uns bei der Vertragsverlängerung“, kommentierte Becker die 17 Treffer, mit denen Huneck sich die Torjägerkanone sicherte und darüber hinaus zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde.

Zum besten Torhüter erkoren die Trainer der beteiligten Teams den Schauenburger Timo Reuter. Eigentlich eine kleine Blamage für die Spezialisten der Zunft, denn der gelernte Feldspieler Reuter steht nur in der Halle zwischen den Pfosten. Und dass auch noch ohne Handschuhe.

Auf Platz drei landete die Mannschaft des Veranstalters. Mit 4:1 setzte sich der GSV im kleinen Finale gegen die Nachbarn von der SG Schauenburg durch und sorgte für einen versöhnlichen Abschluss. Zu wenig Konstanz hatte die Eintracht in den zwei Turniertagen bewiesen und stark schwankende Leistungen geboten. Lange stabil blieben die Schauenburger, bevor ihnen nach imponierenden Darbietungen - ihre Partie gegen den späteren Turniersieger (2:3) gehörte zu den Höhepunkten - schließlich die Luft ausging.

Von Wolfgang Bauscher

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