Fußball-Verbandsliga Mitte: Ederbergland muss Tabellenführung abgeben

FCE: 0:3 im Spitzenspiel

Ballkontrolle: Michael Möllmann (links, Ederbergland) gegen Max Simon Fiege. Foto: Halisch

Wiesbaden. Die beste Defensive schlägt die beste Offensive der Liga. Das ist die Erkenntnis des Topspiels in der Fußball-Verbandsliga Mitte, das der SV Wiesbaden mit einem 3:0 (2:0)-Sieg gegen den FC Ederbergland für sich entschied.

Etliche Fußballfans freuten sich schon lange auf das Kräftemessen der beiden Spitzenteams. So versammelten sich gestern mit immerhin 350 Zuschauern überdurchschnittlich viele im Helmut-Schön-Sportpark.

„Wir sind heute nicht an der Stärke des Gegners gescheitert, sondern an unserer Schwäche“, beurteilte Ederbergland-Trainer Wolfgang Werth nach Spielende den Ausgang. Etliche seiner Spieler riefen an diesem sonnigen Herbsttag nicht ihre Normalform ab. Vom Anpfiff an war beiden Teams anzumerken, dass keines den ersten Fehler machen wollte. Die Folge war ein zunächst zaghaftes Abtasten beider Seiten, ohne dass sich nennenswerte Torchancen ergeben hatten.

Aus dem oft zitierten „Nichts“ besorgte SVW-Spielertrainer Sascha Amstätter, ehemaliger Profi bei Eintracht Frankfurt und Darmstadt 98, das 1:0 für die Landeshauptstädter, mit einem gefühlvollen Schuss aus 18 Metern über Alessandro Casella hinweg in das Tor (16.).

Tim Biesenthal führte einen Einwurf blitzschnell aus, den Felix Nolte per Kopf auf Maxim Zich verlängerte, der dadurch in zentraler Position frei vor dem Tor auftauchte, aber zu hastig abschloss und den Schuss verzog (35.). „Wir haben einfach unsere Chancen nicht genutzt und Wiesbaden dafür fast jede“, so Wolfgang Werth.

Beim zweiten Treffer der Hausherren bediente Max Simon Fiege von der linken Seite mit einem Pass den freistehenden Amstätter in der Mitte, der keine Mühe hatte zu vollenden (42.).

Dass Dominik Karge in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts mit seinem Kopfball, nach einem Freistoß von Fabian Mohr, nur knapp den Pfosten verfehlte, unterstreicht die Einschätzung Werths.

Nach dem Seitenwechsel zeigte Wiesbaden, warum sie in der laufenden Saison erst ein Gegentor daheim bekommen haben. Sehr tief stehend und nur noch auf Konter lauernd hatte der Tabellenführer dem nicht mehr viel entgegenzusetzen.

Als Felix Nolte in der 75. Minute einen Eckstoß ausführte, hätte man zumindest darüber auf einen Torerfolg hoffen können, jedoch passt es ins Bild, dass die Ecke abgefangen und der FCE ausgekontert wurde.

Fiege spielte im Zwei-gegen-Zwei genau im richtigen Moment auf Michael Seidelmann, der Casella im direkten Duell keine Chance ließ - 3:0.

„Wir sind noch immer vor Wiesbaden“, bemerkte FC-Verantwortlicher Horst Kziuk zutreffend, jedoch gestand Wolfgang Werth: „Die Niederlage für uns geht schon in Ordnung.“

Von Christoph Heuser

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