KSV-Talent zum DFB-Lehrgang

KSV-Talent Paulina Platner erneut zum DFB-Lehrgang

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Fährt zum DFB-Sichtungslehrgang: Paulina Platner. 

Bei ihr dreht sich alles um Fußball. Die 13-jährige Paulina Platner vom KSV Hessen Kassel ist erneut zu einem Lehrgang des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eingeladen worden.

Ins Auestadion schafft sie es nicht. „Leider“, sagt Paulina Platner. Die junge Fußballerin hätte gern zugeschaut, wie sich die Frauen-Nationalmannschaft gegen Montenegro schlägt. Schließlich sind Alexandra Popp und Co. so etwas wie Vorbilder für die 13-Jährige. Aber Platner macht heute das, was für viele Fußballer samstags auf dem Programm steht: Sie hat selbst ein Spiel, und zwar mit den U14-Jungs des KSV Hessen Kassel in Marburg. Das geht vor.

Bei Paulina Platner dreht sich nun mal alles um Fußball. Und sie hat ohne Frage großes Talent. Sonst wäre sie nicht erneut zu einem U15-Sichtungslehrgang des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eingeladen worden. Von Sonntag bis Mittwoch haben die Talente im Sport-Centrum Kaiserau die Möglichkeit, sich bei den Trainern zu empfehlen. Ein Länderspiel steht bereits in Paulinas Lebenslauf. Im vergangenen Jahr trat sie mit den U14-Juniorinnen beim Länderpokal an. Logisch, dass sie auf weitere Einsätze im Nationaltrikot hofft.

Was die Sichtungslehrgänge anbelangt, da ist die Schülerin, die im Witzenhäuser Stadtteil Blickershausen lebt, schon so etwas wie ein alter Hase. „Ich weiß gar nicht genau. Ich glaube, das ist jetzt mein sechster Lehrgang“, sagt sie. Trotzdem spüre sie ein bisschen Aufregung. Wer will es ihr verübeln? Die sportlichen Herausforderungen sind das Eine. Zudem kennt sie die anderen Spielerinnen noch nicht. „Zuletzt war ich immer die Jüngste. Jetzt haben wir eine neue Saison. Die Älteren sind weg, und viele Neue kommen hinzu“, sagt Paulina. Im Gepäck wird sie nicht nur ihre Sportklamotten haben, sondern auch Bücher zum Lernen. Die Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf gibt ihr für den Lehrgang frei, „aber die Lehrer haben mir ein paar Aufgaben mitgegeben“.

Anders als bei den Jungs im Verein, wo sie meist in der Innenverteidigung aufläuft, spielt sie bei den Mädchen offensiver, meist auf den Flügeln. Welche Position es irgendwann mal sein wird, ist ihr ziemlich wurscht. Hauptsache, Paulina kann gegen den Ball treten. Viermal pro Woche trainiert sie – dreimal in Kassel beim KSV, einmal in Bad Sooden-Allendorf beim DFB-Stützpunkt. Praktisch. Da geht sie direkt nach der Schule hin. Ansonsten müssen ihre Eltern als Taxi-Unternehmen einspringen.

Trotz des vollen Terminkalenders schafft es Paulina, sich mit ihren Freundinnen zu treffen. Die wollten damals nicht mit Fußball anfangen. Paulina hingegen kickte schon in jungen Jahren auf der Straße. Dann trainierte sie im Nachbardorf mit, bis sie in der F-Jugend des SSV Witzenhausen einstieg. Vor etwa drei Jahren, genau weiß sie es nicht mehr, gab es ein Testspiel gegen den KSV. Dem Kasseler Trainer Dirk Peter fiel Paulina auf. Er lud sie zum Probetraining ein. Fortan war sie eine Junglöwin. Der Beginn einer bislang erfolgreichen Reise. Und wer weiß? Vielleicht läuft Paulina Platner selbst mal mit der Frauen-Nationalmannschaft im Auestadion auf.

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