Hessenpokal: Großenenglis beim 1:9 chancenlos – Faupel trifft gegen altes Team

Ausgleich ärgert Calden nur kurz

Klassenunterschied: Großenenglis-Spielerin Sabrina Siemon (links) kann Caldens Johanna Hildebrandt nicht aufhalten. Foto: Kasiewicz

Gombeth. Keine Chance hatte Frauenfußball-Verbandsligist TuS Viktoria Großenenglis im Hessenpokal. Gegen Regionalligist TSV Jahn Calden setzte es in Gombeth eine 1:9 (1:7)-Packung.

„Eigentlich hatte ich etwas mehr Gegenwehr von der Viktoria erwartet. Schließlich haben sie auch einige gute Spielerinnen in ihren Reihen. Der Kantersieg wird meinem Team auch in der Regionalliga Auftrieb geben“, freute sich Caldens Trainer Engin Keskin. Von Beginn an zeigten die Gäste den Zuschauern sehenswerten, schnellen und technisch ausgereiften Fußball. Bereits nach zwei Minuten klingelte es erstmals Tor von Nadine Mündel. Ihr Können zeigte die frühere Seigersthäuserin Arlene Rühmer, die eine Flanke von Luisa Schanze aufnahm und das 1:0 erzielte. Wenig später scheiterte Jil Ludwig an Mündel (6.).

Aber auch die Viktoria hatte Chancen. Justine Rosek passte steil auf Julia Faupel und die lief ihren ehemaligen Mitspielerinnen auf und davon, umspielte TSV-Torhüterin Marigona Zani und schob die Kugel zum 1:1 (10.). „Der frühe Ausgleich war nicht gut für uns, weil wir damit den TSV ärgerten und dieser kräftig zulegte“, mutmaßte TuS-Coach Manuel Mrosek. Damit hatte er nicht Unrecht. Die Folge waren sechs weitere herausgespielte Treffer des Drittligisten. Arlene Rühmer (12., 23.,), Insa Fischer (16.), Johanna Hildebrandt (25., 37.) und Luisa Schanze (29.) schraubten das Ergebnis auf den 7:1-Halbzeitstand.

Erst, als in der zweiten Hälfte die Partie gelaufen war, spielte der Gastgeber wieder mit. Nennenswerte Chancen, bis auf die von Julia Faupel (88.), blieben aber Mangelware. Besser lief es bei den Gästen, die durch Arlene Rühmer (58.) und Johanna Hildebrandt den 9:1-Endstand herstellten (75.). • TuS: Mündel - Stemmler (30. Käßner), Siemon, Giehl - Adler, Jäger, Wanner, Rosek - Balica, Wagner, Faupel

TSV: Zani - Schneider, Schanze, Nuhn, Ohm, Ludwig, Rühmer, Fischer (Brown 80.), Künzl - J. Hildebrandt (80. L. Hildebrandt) , Schubert.

Mrosek erhofft Trotzreaktion

Am Samstag beginnt wieder der Alltag für den TuS Viktoria Großenenglis. Im Heimspiel der Verbandsliga ist um 16 Uhr der KSV Hessen Kassel zu Gast in Großenenglis. Beide Teams stehen dabei schon unter Zugzwang: Die Viktoria, weil sie oben dranbleiben will und der KSV, der gegen den Abstieg spielt.

Aufgrund der annehmbaren zweiten Hälfte gegen Calden sollte die Mrosek-Elf optimistisch in die Begegnung gehen. „Wir haben es selbst in der Hand“, hofft TuS-Trainer Manuel Mrosek auf eine Trotzreaktion seines Teams, das in voller Besetzung antreten kann.

Von Uwe Verch

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.