Flutlicht im Fokus

Was war da denn los? Bitteres Urteil gegen TuS Großenenglis

Muss erneut gegen die SG ran: Johanna Pospich. Foto: Kasiewicz

Großenenglis. Schlechte Nachrichten für die Fußballerinnen des TuS Viktoria Großenenglis: Die Partie gegen die SG Landau/Wolfhagen (Abbruch am 31. Oktober 2015 nach 57 Minuten bei 6:0-Führung) wird wiederholt. Zudem muss der Verbandsligist sein Flutlicht abnehmen lassen - ansonsten drohen weitere Abbrüche.

Was war da denn los? 37 Jahre lang gab es keine Beanstandungen auf dem Sportplatz des Borkener Stadtteils. Im Viktoria-Lager ging man davon aus, dass das Flutlicht offiziell anerkannt worden war. Jetzt musste sich die TuS-Vorsitzende Birgitt Fasshauer eines Besseren belehren lassen. „Im DFB-Net ist kein Haken beim Flutlicht gesetzt. Großenenglis muss gegebenenfalls nachrüsten und es vom Kreisfußballwart schriftlich bestätigen lassen“, erklärte Klassenleiterin Silke Sinning auf Anfrage.

Dieses Manko, das auch andere heimische Vereine haben dürften, ist dem Team von Trainer Manuel Mrosek zum Verhängnis geworden beim Urteil des Verbandsgerichts in Grünberg. Das schenkte Schiedsrichter Jörg Daume (Löhlbach) Glauben, er habe die Begegnung seinerzeit eigenmächtig wegen Dunkelheit abgebrochen. Pikant: Augenzeugen hatten berichtet, dass SG-Torhüterin Marlina Wachs den Unparteiischen gebeten habe, er möge das ungleiche Duell beenden, nachdem sie von Sophie Trost, Johanna Pospich, Justine Rosek, Julia Stemmler und Julia Faupel fünf Treffer in nur zwölf Minuten kassiert hatte.

Viel Freude dürfte das Urteil auch bei Landau/Wolfhagen (Tabellenvorletzter, nur 5 Punkte und 15:30 Tore) nicht auslösen. Denn nun müssen sie nochmals nach Großenenglis reisen, wo ein torhungriger Gegner (32:6) wartet, der alle seine neun Partien gewonnen hat. „Wir nehmen es sportlich“, sagt Fasshauer, die erklärt, dass ihr Verein keinen Einspruch einlegt.

Und nun vielmehr Kontakt zum Platzbeauftragten Hans Amrhein aufnehmen wird, um das Manko zu beseitigen. Solange wird kein Viktoria-Team auf dem Platz unter Flutlicht spielen - aber auch nicht auf die Idee kommen wird, die Beleuchtung beim Gegner in Frage zu stellen, falls es seinerseits zurückliegen sollte.

Von Uwe Verch und Sebastian Schmidt

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