Calden holt nur einen Punkt bei zwei Heimspielen

Geklärt: Hier kann die Caldenerin Rebecca Trabert per Kopf die Gefahr vor dem Jahn-Gehäuse abwehren. Insgesam aber kassierte Calden in zwei Heimspielen binnen 48 Stunden vier Tore und konnte nur einen Punkt holen. Foto: Michl

Zwei Spiele hatten die Regionalliga-Fußballerinnen von Calden binne 38 Stunden zu absolvieren: Dem 2:2 gegen Sindelfingen II folgte ein 0:2 gegen Wetzlar.

Calden. Es hätte für den Frauenfußball-Regionalligist TSV Jahn Calden so schön werden können. Am Tag ihres Maifestes führten sie in der dritten Minute der Nachspielzeit mit 2:1 gegen den VfL Sindelfingen II. Nur noch eine Ecke mussten sie überstehen. Der Ball flog jedoch in den Fünfmeterraum, wo Janina Kern zum 2:2-Ausgleich traf.

Zwei Tage später, am Sonntag, verloren sie erneut auf eigenem Platz mit 0:2 (0:0) gegen den Spitzenreiter Eintracht Wetzlar, der damit endgültig den Aufstieg perfekt machte. Die Tore für die Mittelhessinnen erzielten Julia Schlothauer mit einem schönen Direktschuss und Maike Simbeck in der 72. Minute mit einem schönen Schuss ins lange Eck (59., 72.). Damit müssen die Jahnerinnen weiterhin den Blick nach unten richten.

Die Caldenerinnen waren zum Spiel gegen den Sindelfingen erneut stark ersatzgeschwächt mit Feldspielerin Anika Müller im Tor angetreten. Immerhin waren Fabienne Schlieper und Arlene Rühmer, die allerdings stark angeschlagen war wieder dabei. „Arlene hätte eigentlich gar nicht spielen dürfen“, kommentierte Jahn-Trainer Engin Keskin die riskante Aufstellung seiner Spielmacherin.

Die ersatzgeschwächten Gastgeberinnen mussten schon in der elften Minute nach einem Foul an Kern einen Elfmeter hinnehmen, doch setzte Anett Wolf das Leder an den Pfosten. Ansonsten gab es aus dem Spiel heraus zunächst keine echten Torszenen zu sehen.

So musste eine Standardsituation zum Führungstor der Jahnerinnen herhalten. Dabei zeigte sich erneut, wie wichtig eine auch angeschlagene Rühmer für ihre Mannschaft ist. Sie wurde zunächst an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht und schlenzte dann den Freistoß zum 1:0 über die Mauer (33.). Unmittelbar danach schoss Johanna Hildebrandt aus 16 Metern direkt auf VfL-Torhüterin Anke Langwisch und Sharon Brauns Kopfball landete an der Latte (34.,35.).

Mehr Glück hatte Braun kurz nach der Pause, als sie von der Strafraumgrenze halbhoch zum 2:0 in die linke Ecke traf (49.). Pech hatte Rühmer, als ihre Bogenlampe aus 35 Metern an die Latte ging. Nach der unnötigen Ampelkarte gegen Hildebrandt erspielte sich der VfL jedoch ein Übergewicht (75.). Mit einem Schuss aus halbrechter Strafraumposition ins lange Eck verkürzte Alexandra Mannier auf 2:1, bevor Kern sogar noch der Ausgleich gelang.

Von Michael Wepler

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