Jil Ludwig bei Bundeswehr-Team – Zani spielt für Albanien

Caldens Spielerinnen kicken in National-Elf

In der Nationalmannschaft: Jil Ludwig (vorne rechts) nahm mit der Bundeswehrrmannschaft an den Worldgames in Südkorea teil. Foto:  privat

Calden. Der Trainer der Caldener Regionalliga-Fußballerinnen Engin Keskin hat derzeit ein Problem, um das er von der Konkurrenz insgeheim beneidet wird. Er muss immer mal wieder auf Spielerinnen verzichten, weil sie für eine Nationalelf spielen müssen.

Derzeit ist es Torfrau Marigona Zani, die fehlt. Sie wurde in den Kader der albanischen Nationalmannschaft für die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen Griechenland und Bulgarien nominiert. Sie fehlte bereits vergangenes Wochenende und wird auch an diesem Spieltag nicht zur Verfügung stehen.

Eine andere Nationalspielerin kam indes inzwischen wieder zurück: Jil Ludwig. Die 23-jährige war zwei Wochen bei den World Games in Südkorea, eine Art Olympiade für Bundeswehrmannschaften. Wie in Calden spielte sie auch bei der Soldatinnen-Mannschaft im defensiven Mittelfeld. Und die Verteidigung war auch das Aushängeschild der Bundeswehr. Nur zwei Tore ließ sie in drei Spielen zu. Im Angriff haperte es hingegen. Auch hier gab es nur zwei Tore und die Deutschen waren, nach einem 0:1 gegen Holland und einem 1:1 gegen Brasilien nur Gruppenletzter, wurden aber immerhin durch ein 1:0 gegen die USA noch Fünfter von sechs Teams.

Das Niveau der Heeresmannschaft sei gutes Regionalliga- oder Zweitliga-Niveau, sagt Ludwig. Sie spielt seit sieben Jahren in Calden, und gab zwischendrin ein halbjähriges Gastspiel beim Bundesligisten Leipzig.

Als sie sich für vier Jahre bei der Bundeswehr – stationiert ist sie in Fritzlar – verpflichtete, sickerte schnell durch, dass sie eine gute Kickerin ist. Sie wurde zu Sichtungslehrgängen eingeladen und spielte schon bald in der Nationalmannschaft des Heeres. Bei er Europameisterschaft war sie dabei, und jetzt bei den Worldgames. Und nächstes Jahr finden die Weltmeisterschaften für Militärmannschaften statt – auch dann hofft sie, das Deutschland-Trikot tragen zu können.

Ein tolles Erlebnis sei es gewesen, erzählt sie. Auch wenn sie nicht viel von Südkorea gesehen habe, der Kontakt zu anderen Sportlern sei gut gewesen. Untergebracht waren die Fußballerinnen in einer Art olympischem Dorf in Wohnwagen. In ihrem Wohnwagen-Dorf lebten über 1000 Sportler aus verschiedenen Nationen in 350 Wohnwägen, vorwiegend Fußballer, Boxer und Schwimmer.

„Es hat Spaß gemacht“, so ihr Fazit nach der zweiwöchigen Großveranstaltung. Und dass sie bei zwei Caldener Spielen fehlte, habe der Trainer verstanden. „Er sagte: ,Das ist doch toll, wenn du sowas mitnehmen kannst.‘“

Getroffen hat Jil Ludwig für die deutsche Nationalmannschaft der Soldatinnen übrigens nicht. „Ich hatte zwei Torschüsse - aber beide gingen leider vorbei.“

Ob sie am Sonntag in München spielen wird, ist noch offen. Auf jeden Fall fehlen wird Torfrau Zani. Sie ist in Albanien und hofft, am Dienstag im Spiel gegen Bulgarien im Tor zu stehen. (mrß/zmw)

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