Derbysieg gegen Raßdorf/Bosserode

Dana Sandrock tütet Dreier für ESV Hönebach ein

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Kampf war Trumpf: Das gilt auch für die Duelle, die sich Hönebachs Celina Rudolph (links) und Gästespielerin Alina Mrugalla immer wieder lieferten. 

Hönebach. Im Lokalderby der Gruppenliga landeten die Fußballerinnen des ESV einen 2:1 (1:1)-Heimerfolg.

„Wir haben etwas unglücklich verloren“, stellte Trainer Peter Langer, der Trainer der FSG Raßdorf/Bosserode, fest. Und er sagte: „Es war ein ziemliches Gebolze.“ Sein durch Ausfälle gebeuteltes Team sei aber derzeit nicht in der Lage, flüssigen Kombinationsfußball auf den Rasen zu bringen.

Und weil das die Hönebacherinnen ebenfalls nur in Ansätzen schafften, entwickelte sich ein immerhin packendes Kampfspiel. Für die Elf von ESV-Trainer Michael Wirf war es der erste Auftritt in der neuen Saison. „Nach der langen Winterpause fiel es uns schwer, reinzukommen“, sagte er und zeigte Verständnis für spielerische Unzulänglichkeiten: „Dass da noch nicht alle Mechanismen greifen, ist doch klar.“

Unter dem Strich war Wirf aber hochzufrieden: „Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft. Sie ist an ihre Grenzen gegangen. Und sie hat den Rückstand gut weggesteckt.“ Der fiel bereits in der neunten Minute. Hönebachs Vanessa George hatte den Ball an die Hand bekommen, Schiri Sören Wollrath zeigte sofort auf den Punkt. Lara Heinzerling verwandelte souverän zum 0:1.

Aufmerksame Bewacherin

Dass dieses 0:1 der einzige Treffer der besten Gästespielerin blieb, war letztlich entscheidend für den Ausgang. Immer wieder suchte Lara Heinzerling den Abschluss, doch oft war ihre aufmerksame Bewacherin Carina Dach zur Stelle. Wenn nicht, dann half eine Mitspielerin aus - oder aber ESV-Torfrau Elisa Gebauer war auf dem Posten.

Wichtig für den weiteren Spielverlauf war auch, dass die Hönebacherinnen sich von dem frühen Rückstand nicht sonderlich beeindrucken ließen. Bereits 120 Sekunden später lief ihr starker Neuzugang Büsra Temiz auf das Gästetor zu. Im letzten Moment wurde sie am Schuss gehindert.

In der 19. Minute aber klappte es mit dem 1:1. Vanessa Ellenberger setzte sich gegen Jessica Schäfer durch, zog ab und traf in den Winkel des kurzen Ecks. Keeperin Luisa Bressler, die sich nach der Pause verletzte, hatte keine Abwehrchance. Nur eine Minute später verhinderte sie das 2:1, als sie einen Freistoß von Temiz entschärfte.

Danach waren Höhepunkte rar gesät. Zahlreiche leidenschaftlich geführte Zweikämpfe prägten das ausgeglichene Geschehen. Nachdem der gefährliche Schuss von Hönebachs Spitze Laura Kerst zur Ecke geblockt worden war (53.), übernahm die FSG Raßdorf/Bosserode das Geschehen. Mehrfach gab es Alarm im ESV-Strafraum. Die Gästeführung lag in der Luft.

Doch das entscheidende Tor fiel in der 68. Minute auf der Gegenseite: Temiz hatte abgezogen. Jana Höpfner blockte den Ball, der Dana Sandrock vor die Füße fiel. Sie versenkte ihn sicher zum 2:1 im Netz. In der 80. Minute hätte Nadine Reidt fast auf 3:1 erhöht. Ihr Geschoss knallte aus 13 Metern an die Latte.

Feuertaufe bestanden

In der Schlussphase drückte die FSG, doch die Hönebacher Deckung ließ nichts mehr zu - sie bestand die Feuertaufe im Spiel eins nach dem Karriereende ihrer Gallionsfigur Viola Heß. Bereits am Mittwoch ab 19.15 Uhr steht der ESV in Soisdorf vor seiner nächsten Aufgabe.

ESV Hönebach: Gebauer - Dach, Ellenberger, George, Noll, Celina Rudolph, Temiz, Sandrock, Reidt, Kerst (83. Mikosch), Curth (46. Bode)

FSG Raßdorf/Bosserode: Breßler (50. Caroline Heinzerling) - Natalie Schmidt, Jessica Schäfer, Höpfner (75. Schunk), Mrugalla, Westermann, Lara Heinzerling, Schuchardt, von Trott zu Solz, Rabe, Valentina Schmidt

SR: Sören Wollrath (Rotenburg)

Tore: 0:1 Lara Heinzerling (Handelfmeter, 9.), 1:1 Vanessa Ellenberger (19.), 2:1 Dana Sandrock (68.)

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