Verbandsliga: TSG Kammerbachs Fußballerinnen empfangen morgen den SV Kathus

Debüt gegen Titelfavoriten

Freie Bahn: Nicht verstecken wollen sich Katharina Axt und ihre Mannschaftskameradinnen in den roten Trikots der TSG Kammerbach bei ihrem ersten Auftritt in der Verbandsliga morgen auf eigenem Platz gegen den SV Kathus. Foto: per

Kammerbach. Ohne Neuzugänge, aber mit viel Vorfreude starten die Fußballerinnen der TSG Kammerbach in die neue Saison. Gegen den Dritten der vergangenen Verbandsliga-Saison, den SV Kathus, steht der Aufsteiger aber gleich vor einer denkbar hohen Hürde. Der Anpfiff auf dem Sportplatz in Kammerbach erfolgt morgen um 19 Uhr.

Nach den Abgängen von Ina Rundnagel (Karriereende), Tanja Schüler (steht nur noch sporadisch zur Verfügung) und Katrin Liese hätte TSG-Trainer Karl-Martin Weinzierl gerne die eine oder andere Verstärkung für seine Mannschaft gefunden. „Das Problem war, dass diejenigen, die dafür in Frage gekommen wären, nicht bereit waren, den erhöhten Aufwand und die langen Reisen in Kauf zu nehmen, den die Verbandsliga mit sich bringt“, sagt der TSG-Trainer. Das sei zwar bedauerlich, aber nun mal nicht zu ändern.

Zum Glück betreibt man in Kammerbach seit Jahren erfolgreich Jugendarbeit. „Mit Svenja Friederich, Alisia Schäfer und Leonie Meyer haben wir jetzt drei junge Spielerinnen im Kader, die in der vergangenen Saison schon hin und wieder in der Gruppenliga mitgespielt haben und die jetzt ausschließlich bei den Frauen mitspielen“, sagt Weinzierl.

Junge Mannschaft

Und auch wenn er in den vergangenen Wochen wegen der Ferienzeit und beruflicher Verpflichtungen vieler Spielerinnen im Training oft Abstriche machen musste und die Saisonvorbereitung somit alles andere als optimal verlief freut sich der TSG-Coach auf die neue Saison. „Wir haben eine junge und sehr nette Truppe zusammen, die dazu noch über ein großes Potenzial verfügt“, sagt er.

Ein echtes Saisonziel hat man sich bei der TSG bislang nicht gesteckt. „Mit einem Durchschnittsalter von unter 20 Jahren ist das die jüngste Mannschaft, die ich je in Kammerbach trainiert habe“, sagt Weinzierl. Daher kommt es ihm in erster Linie darauf an, dass sich seine Mädels weiterentwickeln. „Wenn das passiert und wir am Ende dennoch absteigen, dann ist das nicht so tragisch“, sieht er sich und sein Team klar in der Außenseiterrolle. „Außerdem werden alle unsere Gegner alles dafür tun, dass wir absteigen, weil niemand Lust auf die langen Fahrten hierher hat“, glaubt Weinzierl.

Den Auftaktgegner SV Kathus zählt Weinzierl zu den Mitfavoriten auf den Hessenliga-Aufstieg. „Gegen diese Mannschaft haben wir seinerzeit in der Landesliga zweimal gespielt und zweimal klar verloren“, erinnert er sich nur ungern zurück. Weil die Gastgeberinnen vermutlich auf sieben urlaubende oder anderweitig verhinderte Spielerinnen verzichten muss (darunter auch die verletzte Wenke Eckert), sind die Chancen auf einen erfolgreichen Einstand in der neuen Spielklasse wohl gleich null. Mit der nötigen Konzentration, hundertprozentigem Einsatzwillen und der Unterstützung durch den eigenen Anhang will sich der Klassenneuling aber achtbar aus der Affäre ziehen. (per)

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