Kammerbachs Fußballerinnen vor schwerer Gruppenliga-Saison - Torgefährliche Spielerinnen fallen aus

Dehnhardt setzt auf starke Defensive

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Der neue Trainer Matthias Dehnhardt mit den Neuzugängen (hinten von links) Katrin Barta, Marie Umbach, Monique Kummer und Denise Jahnert sowie (vorne) Vanessa Brandt. Es fehlen Johanna Börner und Fenja Funke. 

Kammerbach. Mit neuem Trainer und stark verändertem Kader starten die Gruppenliga-Fußballerinnen der TSG Kammerbach am kommenden Samstag in die neue Saison. Gegner im heimischen Seehof-Stadion ist um 17 Uhr die SG Landau/Wolfhagen.

„Mit der Saisonvorbereitung bin ich zufrieden“, sagt Matthias Dehnhardt, der die Nachfolge des nach zehnjähriger Trainertätigkeit bei der TSG zurückgetretenen Karl-Martin Weinzierl angetreten hat. Die Mannschaft und er hätten sich schon gut zusammengefunden und bei den Spielerinnen habe er „viel Interesse am Fußball, große Motivation und Spielbereitschaft“ vorgefunden.

„Allerdings gibt es natürlich äußere Einflüsse wie Ferien, Ausbildung, Studium, Beruf und Verletzungen, die eine noch größere Trainingsbeteiligung verhindern“, so Dehnhardt. Daher sei es umso erfreulicher gewesen, dass ein Großteil des Kaders bei einem Wochenend-Trainingslager beim SV Krechting (NRW) dabei gewesen sei. „Das war richtig gut für das Teambuilding“, sagt der neue Coach.

Dass es trotz der guten Vorbereitung eine schwere Saison werden dürfte, dessen ist sich Dehnhardt durchaus bewusst. Und dass er tatsächlich keinen Grund hat, allzu euphorisch in sein erstes Jahr als Frauentrainer zu starten, zeigt allein schon ein Blick auf die Kaderentwicklung. Zwar sind mit Katrin Barta (zuletzt TSV Grebendorf) und Marie Umbach (USV Jena) zwei ehemalige Spielerinnen zur TSG zurückgekehrt. Außerdem hat sich mit Vanessa Brandt (SSV Witzenhausen) eine Torhüterin dem Verin angeschlossen und mit Johanna Börner, Fenja Funke, Monique Kummer und Denise Jahnert sind vier Akteurinnen aus der eigenen Jugend in den Frauenbereich aufgestiegen. Doch mit Katharina Axt, Lucia Langefeld, Leonie Meyer, Alisa Gerbig und Svenja Friederich werden nicht weniger als fünf erfahrene Akteurinnen aus unterschiedlichen Gründen nur sporadisch oder gar nicht zur Verfügung stehen. „Und wenn man dann bedenkt, dass diese Spielerinnen in der zurückliegenden Saison zusammen 16 Tore erzielt haben, kann man erahnen, was das für unser Offensivspiel bedeutet“, so Dehnhardt.

Sein vordringliches Ziel ist es daher auch, „die individuellen Fähigkeiten jeder einzelnen Spielerin weiter zu verbessern“. Das Hauptaugenmerk werde man angesichts des akuten Mangels an Stürmerinnen auf die Defensivarbeit richten. „Wir werden in dieser Saison überwiegend aus einer sicheren Abwehr heraus agieren und versuchen, über Konter zum Erfolg zu kommen.“

Zum Saisonauftakt muss die TSG gleich auf fünf Spielerinnen (darunter Katharina Axt) verzichten. Zudem stehen hinter den Einsätzen der angeschlagenen Lucia Langefeld und Jana Hildebrand dicke Fragezeichen.

Und weil Gegner SG Landau/Wolfhagen für Matthias Dehnhardt zu den Teams zählt, die um den Titel mitspielen werden, sieht er seine eigene Mannschaft am Samstag „auch ganz klar in der Außenseiterrolle“.

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